Matthias Standfest im Video-Interview.

«Das Bauen ist prädestiniert für Algorithmen»

Matthias Standfest durchleuchtet mit seinem Start-up Archilyse Gebäude auf Herz und Nieren. Vor der Digitalisierung müssen sich Architektinnen und Architekten nicht fürchten, ist er überzeugt.

Tageslicht, Ausblick, Lärm, Verkehrsanbindung, Baukosten, Hauptnutzflächen, BZO-Tauglichkeit, Mietertrag, Barrierefreiheit: All diese Faktoren und mehr berechnet das ETH Spin-off Archilyse für ein Gebäude. «Wir machen die umfassendste Bewertung, die es weltweit gibt», sagt dessen Gründer und CEO Matthias Standfest selbstbewusst. Anders als manche Konkurrenten würden die Algorithmen auch die Umgebung miteinbeziehen. Der Erfolg gibt dem gelernten Maschinenbauingenieur bisher recht. Die Firma beschäftigt zwei Jahre nach ihrer Gründung im Technopark in Zürich rund zehn Personen. Sie hat erste Verträge mit Schweizer Immobilienverwalter abgeschlossen, will aber auch im Ausland expandieren. Noch dieses Jahr soll die Software bei einem grossen Immobilienportal zum Einsatz kommen. Und langfristig sollen auch Architektinnen und Architekten das Werkzeug nutzen, um ihren Entwurf auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Ziel: Die Qualität der Architektur in Kennzahlen übersetzen, damit auch Finanzmenschen sie verstehen.

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