Limmatauen Werdhölzli (2013): Kanton und Stadt Zürich haben gemeinsam ein Hochwasser- und Revitalisierungsprojekt an der Limmat umgesetzt. Fotos: Schweizer Heimatschutz

Schulthess Gartenpreis 2020

Der Schweizer Heimatschutz zeichnet Stadt und Kanton Zürich mit dem Gartenpreis 2020 für die Fluss- und Seeufer in der Stadt Zürich aus. Die Galerie zeigt die wichtigsten Projekte.

Die Ufer des Zürichsees, der Limmat und der Sihl seien beliebte Naherholungsgebiete der Bevölkerung, sie laden zum Schwimmen, zum Picknicken, zum Spazieren oder zum Sporttreiben. Die Ufer bieten aber auch Pflanzen und Tieren wichtigen Lebensraum und fördern so die Biodiversität.

Wipkingerpark Zürich (2004): Als Ersatz für eine dringend zu sanierende Ufermauer entstand auf einer Länge von 300 Metern ein neuer, abgetreppter Zugang zur Limmat.

Cassiopeiasteg (2015): Der Bau des knapp 300 Meter langen Cassiopeiastegs schloss eine letzte grosse Lücke des durchgehenden Uferwegs auf dem Gebiet der Stadt Zürich.

Schanzengraben (1982): Die Erstellung einer 1,5 Kilometer langen Fussgängerpromenade entlang des einstigen Wassergrabens der Befestigungsanlagen war schweizweit ein Pionierprojekt.

Aufwertung Letten-Areal (2003–2006) sowie Instandsetzung Flussbad Oberer Letten (2011–2012): Das ehemalige Bahnareal war 1993–1995 Epizentrum der Zürcher Drogenszene.

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Limmatauen Werdhölzli (2013): Kanton und Stadt Zürich haben gemeinsam ein Hochwasser- und Revitalisierungsprojekt an der Limmat umgesetzt.

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Kommentare

Andreas Diethelm 02.07.2020 07:03
Biodiversitätsförderung durch Flussufergestaltung wird gelobt. Diese wird z.B. am Sihlufer, Höhe Europaplatz, mit dem Fällen der alten Linden eingeleitet, der nun fehlende Schatten für die Fische aber mit Betonelementen wiederhergestellt. Die 130 m lange Betontreppe, für die fast alle schattenspendenden Bäume am Limmatufer gefällt wurden, und die zusammen mit dem Rasen Wipkingerpark (auch schon Kattunpark), genannt wird, weil der Architekt und die (damalige) Jury sich an den "klaren Linien“ erfreuten, welche das Andenken an die verschwundenen Industriebauten ehrten, wozu der regionale und sitzfreundliche Sandstein eben nicht am Stück zu haben und vielleicht auch sonst zu unsexy war. Die SchülerInnen der Viventa-Schule machen dort seither im Sommer unter der sengenden Sonne Mittagspause, derweil das Gesundheitsamt zu UV-ABC-Schutz rät. Preiswürdig auch die handstreichartige Abholzung von 400 Bäumen auf dem Lettendamm. einem – Ironie des Preisverleihers – gelisteten NHG-Schutzobjekt, die Rodung war ein Gemeinschaftswerk von Stadt und Kanton: https://tsri.ch/zh/zerstorung-einer-flusslandschaft/ Die Jury dieses Gartenpreises hat eine eigenwillige Auffassung von Garten. Dies nicht ganz überraschend, hat der gleiche Schweizer Heimatschutz doch in seinem Katalog von 2016 den frisch versteinerten Sechseläutenplatz zu den „schönsten Gärten und Parks der Schweiz“ gezählt. Und bei alldem wird von Biodiversität schwadroniert. Die Crew liefert immerhin Stoff für die Basler Fasnacht.
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