Die Ausstellung dehnt sich vom Kornhausforum aus auch weit in den öffentlichen Raum.

Corona verändert den öffentlichen Raum

Das Berner Kornhausforum stellt den öffentlichen Raum in der Pandemie aus. Der Bund berichtet. Weiter in der Presse: Miet-Abstimmung in Basel, Tempo 30 in Zürich und Wolfmanagement in Graubünden.

«Shared Spaces in Change» nennt das Berner Kornhausforum seine erste Ausstellung unter dem neuen Leiter Nicolas Kerksieck. Der Bund berichtet. Die Schau untersucht, wie sich der öffentliche Raum durch die Pandemie verändert hat und weiter verändert, und Kerksieck geht es um die Frage, «wie wir in Zukunft zusammenleben wollen».  

Anfang Jahr suchte Kerksieck zusammen mit dem Architekturforum und der Kommission KiöR (Kunst im öffentlichen Raum) der Stadt Bern in einem Open Call an die Bevölkerung nach Ideen zum Thema in den Bereichen Architektur, Design, Kunst und angrenzenden Feldern. Aus 220 Einsendungen hat eine Jury nun 35 Projekte ausgewählt, die im Kornhausforum auf zwei Stockwerken sowie Draussen und in einem Aktionsprogramm präsentiert werden, wie der Bund schreibt.

In der Ausstellung kommt zum Beispiel der Verein Medina vor, der Randständige unterstützt. Mitte Januar sollen die Wohn-Container des Vereins auf dem Kornhausplatz aufgestellt werden. Auch Hochparterre-Gründer und Stadtwanderer Benedikt Loderer hat einen Beitrag realisiert: Zusammen mit Ueli Marbach zeichnet er in der Videoinstallation «Sinkflug – oder die Schweiz wird ärmer» ein bitterböses Bild vom Alltag 2035.

Durch die Vielseitigkeit der Schau stelle sich kein gemeinsames Grundrauschen ein, urteilt der Bund. Doch die Ausstellung sei die logische Fortführung von Kerksiecks Anspruch, das Kornhausforum zu öffnen. Die Ausstellung dauert bis am 30. Januar 2022, in der Galerie und im öffentlichen Raum in Bern.
 


Weitere Meldungen:

– Die FDP-Kantonalpartei will in Zürich Tempo 30 auf Hauptstrassen verbieten und will eine Volksinitiative lancieren, berichtet die NZZ. Dabei hat sie die Städte Zürich und Winterthur im Visier. Umfragen zeigten, das Tempo 30 in den Quartieren beliebt sei, nicht aber auf den Hauptachsen.

– Basel stimmt über eine Verschärfung des Schutzes von Mietenden ab. Die Basler Zeitung hat mit einem Vermieter einzelner Mehrfamilienhäuser gesprochen. Er verurteilt die Renditemaximierung mancher grosser Immobilienfirmen und schildert zugleich seine Mühen mit der Verschärfung. Zu hohe Mieten könnten sich Kleine gar nicht leisten, denn die Nachfrage nach Wohnungen sei zurückgegangen, der Wohnungsmarkt habe sich entspannt, so seine Beobachtung.

– In Graubünden sind am meisten Wölfe unterwegs. Der Bedarf an Vermittlung rund um das wiedererstarkte Raubtier wächst. Der Kanton hat nun einen Wildtierökologen eingestellt für das Management von Grossraubtieren. Er sammelt Daten, gibt Auskunft, klärt auf und schreibt Stellungnahmen, berichtet die Südostschweiz.

 

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