Ein Darsteller von SIRO A bewegt sich von einer Handlung zur nächsten. Seine «Schatten» performen weiter, so dass eine virtuelle Musikgruppe entsteht.

Real / Virtuell

SIRO-A, bedeutet auf Japanisch so viel wie «gehört zu keiner Gruppe, unmöglich zu charakterisieren.» Und tatsächlich bieten die sechs jungen Männer aus Sendai in Zürich derzeit eine schwer zu beschreibende Darbietung, die weder konventionelles Schauspiel noch Aktionskunst ist.

SIRO-A, bedeutet auf Japanisch so viel wie «gehört zu keiner Gruppe, unmöglich zu charakterisieren.» Und tatsächlich bieten die sechs jungen Männer aus Sendai eine schwer zu beschreibende Darbietung, die weder konventionelles Schauspiel noch Aktionskunst ist: eine Mischung aus elektronischer Musik, visueller Effekte, Licht, Tanz und Comedy-Elementen. Es scheint, als sein die Darsteller in eine digitale Welt von Musikvideoclips und alter Computerspiele hineingezogen worden. Sie werfen und fangen projizierte Objekte, wie Bälle, spielen Schattentheater und tanzen mit projizierten Alter-Egos. 

Das erinnert an das Experimente zur Mischung digitaler und realer Elemente im Ballett «Le Trouble de Narcisse» vom Ballet National de Marseille, das beim Festival Steps im Mai an verschiedenen Orten in der Schweiz zu sehen war. Dort haben Choreographen Frédéric Flamand in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Architektenduo Diller + Scorfidio ebenfalls versucht den realen Raum der Bühne mit dem virtuellen Raum von Projektionen in Interaktion zu bringen

Seit 2002 entwickeln die sechs Japaner ihr Programm permanent weiter und loten weitere Möglichkeiten zur Mischung von realem Tanz mit projizierten Abbildern aus. Vor einem Jahr waren sie zum ersten Mal in Europa zu sehen und sind jetzt für eine grössere Tour hier. 

Wer sich mit Freude an die Welt der ersten Atari-Spielkonsolen oder des C 64 erinnert, dem wird SIRO-A einen vergnüglichen Abend bereiten. 

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