Hashim Sarkis wurde 1964 in Beirut geboren. (Bild: PD, Bryce Vickmark)

Zusammenleben

Gestern gab Hashim Sarkis, der Chef-Kurator der Architekturbiennale 2020 in Venedig, sein Motto bekannt. «How will we live together?», lautet seine vage, aber wesentliche Frage.

Sarkis Motto erinnert an David Chipperfields Thema «Common Ground» von 2012. Und es passt – unter umgekehrten Vorzeichen – zum Leitmotiv «Grenzen» des Schweizer Pavillons, den das Genfer Laboratoire d’architecture bespielt. «Wir brauchen einen neuen räumlichen Vertrag», sagt der libanesische Architekt Hashim Sarkis. Wenn sich die politischen Gräben und die Einkommensschere öffnen, müssten Architekten Räume erfinden, die ein grosszügiges Zusammenleben ermöglichten. Sarkis öffnet damit das Feld für die weichen, die gesellschaftlichen Aspekte der Baukunst. Neben Architekten will er auch Künstlerinnen, Handwerker, Politikerinnen, Journalisten, Sozialwissenschaftlerinnen und überhaupt die Bürger dieser Welt miteinbeziehen. «Viele Nationen und Städte haben eine ‹Vision 2020›», so Sarkis. «Nun ist das Jahr da. Wir setzen auf die kollektive architektonische Vorstellungskraft, um diesem bedeutsamen Ereignis mit Kreativität und Mut zu begegnen.» Die 17. Architekturbiennale in Venedig findet vom 23. Mai bis 29. November 2020 statt.

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