Endlich richtig zugeschrieben: Lilly Reich hat die legendäre «Barcelona»-Liege entworfen, nicht Mies van der Rohe. Fotos: Christoph Sagel/Vitra Design Museum/VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Frauen und Feminismus im Design

Ausstellungen wie aktuell im Vitra Design Museum wollen Frauen ihren Platz in der Designsgeschichte geben. Die «Republik» berichtet. Ausserdem in der Presse: Zürichs Richtpläne und St.Gallens Denkmalpflege.

In der Geschichte des Designs sind Frauen lange marginalisiert worden. Nun steuern Ausstellungen wie aktuell im Vitra Design Museum in Weil am Rhein dagegen. «Das ist gut, reicht aber noch nicht», schreibt die «Republik»: «Im Vitra Design Museum sei es höchste Zeit für eine Inventur oder gar Zäsur, für Neuankäufe oder Leihgaben, die die hausgemachte Sicht ergänzen und längerfristig sogar sprengen.» Die aktuelle Ausstellung «Here We Are» untersucht, wie sich die Geschichte, die die Vitra-Sammlung erzählt, verändert, wenn Beiträge von Frauen zu deren Mittelpunkt gemacht werden. «Die Botschaft ist klar: Die Designarbeit von Frauen wird schon seit langem gefeiert, nur wurden die Designerinnen selbst von diesem Erfolg ausgeschlossen», schreibt die «Republik», fordert aber gleichzeitig: «Es ist mehr zu tun, als Frauen und Feminismus im Design lediglich zu feiern – ihre Zusammenschau verdient wohlüberlegte Kritik.»

Weitere Meldungen:

– «Lässt sich Zürichs Zukunft über Richtpläne steuern?»: Die Stadt Zürich wächst bis 2040 voraussichtlich um weitere 80 000 Personen. Die Richtpläne sollen den Raum für Schulen, Grünräume, Fuss- und Velowege sichern. Die «NZZ» informiert über die Abstimmung vom 28. November. 

– «Zürich kann die Welt allein nicht retten»: Der Kanton Zürich will mit dem neuen Energiegesetz und einem Verbot fossiler Heizungen das Klima schützen. «Diese Rechnung geht nicht auf», meint die «NZZ».

– «Denkmalpflege droht der Kahlschlag»: Gemäss Anpassungen im Baugesetz sollen die St.Galler Gemeinden künftig allein über ihre Baudenkmäler entscheiden. Der Heimatschutz St.Gallen/Appenzell Innerrhoden protestiert heftig, berichtet das «St.Galler Tagblatt».

– «Ein bisschen China am Rhein»: Die Basler Grossbürger waren schon im 18. Jahrhundert stark globalisiert – das zeigen exquisite Tapeten und Porzellanprodukte. Die «NZZ» berichtet.

– «Das traute Heim radikal auf den Kopf gestellt»: Noch bis 1. November ist in der Galerie Cuadro22 in Chur die Ausstellung «Kommen ein Architekt und ein Maler in eine Bunkerbar...» von Alejandro Almanza Pereda zu sehen. Die «Südostschweiz» berichtet.

– «170 Spraydosen für das neuste Street-Art-Werk»: In Zürich-Wiedikon prangt seit einigen Tagen ein riesiges Wandgemälde des Zürcher Künstlers Oibel1. Der «Tages-Anzeiger» zeigt es.

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