Das Siegerprojekt des St.Galler Kulturplatz-Wettbewerbs wurde vom Stadtrat abgelehnt.

Kein Kulturplatz für St.Gallen

Zwischen dem St.Galler Stadttheater, der Tonhalle und dem Kunstmuseum gibt es nun doch keinen Kulturplatz. Der Stadtrat hat den Wettbewerbssiegern Barão Hutter überraschend mitgeteilt, dass ihr Projekt nicht genehmigt wurde.

Das erst vor kurzem nach St.Gallen umgezogene Architekturbüro Barão Hutter, das in letzter Zeit mit zahlreichen Wettbewerbsgewinnen von sich reden machte, wird am neuen Ort nicht mit offenen Armen empfangen. Mit ihrem Projekt für einen Kulturplatz zwischen Stadttheater, Tonhalle und Kunstmuseum hatten Ivo Barão und Peter Hutter zwar den 2011 ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen – sie mussten ihr Siegerprojekt aber überarbeiten.
Die Behörde sei nun aber auch vom überarbeiteten Projekt nicht überzeugt und habe es deshalb nicht genehmigt, begründete der für das Departement zuständige Direktionssekretär den Entscheid gegenüber dem St.Galler Kulturmagazin «Saiten». Ausserdem sei das über 7 Millionen Franken teure Projekt in Zeiten eines bevorstehenden Sparpakets sehr teuer.
Vorgeschlagen war eine Reihe von kleinen Pavillons, die die Strassen säumen sollten. Auf den Bau eines eigentlichen Platzes verzichtete der Vorschlag bewusst.
Barão Hutter haben immerhin einen anderen Auftrag an ihrem neuen Arbeitsort St.Gallen. Sie dürfen grosse Teile des ersten Obergeschosses der ehrwürdigen Hauptpost für ein Bibliotheksprovisorium umbauen und einrichten. Die Stadt wird bis in einem Jahr endlich eine zeitgemässe Freihandbibliothek bekommen. Das Baugesuch dafür ist eingereicht.

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