Im Westen schlagen die Architekten einen Platz vor, der zum Auftakt des Areals wird.

Industrie durchmischen

Das Raumbureau aus Zürich gewinnt den städtebaulichen Studienauftrag für das Papieri-Areal in Biberist, das die Eigentümerin HIAG Immobilien in den nächsten zwanzig Jahren weiterentwickeln will.

Das Areal, das derzeit in der Industriezone liegt, soll künftig gemischt genutzt werden. Die Leitidee der Architekten: Sie schaffen Konglomerate aus bestehenden und neuen Bauten. Die alte Fabrikallee wird zum Rückgrat, Durchbrüche schaffen neue Plätze und Zugangsstrassen. Ein Neubau markiert den Auftakt zum Areal und bildet zusammen mit den historischen Fabrikbauten einen Platz gegenüber dem Bahnhof, ein «attraktiver Zugang», wie die Jury meint. In der Mitte des Areals brechen die Architekten eine Halle ab und schaffen so einen zentralen zweiten Platz. Die Bauten auf der Insel zwischen Kanal und Emme entfernen die Verfasser und machen das Gebiet öffentlich zugänglich. «Die komplette Öffnung des Inselareals scheint im Entwicklungsprozess verfrüht», meint das Preisgericht. Langfristig sei die Strategie aber richtig. Das Areal soll weiterhin primär für die Industrie, Gewerbe und Lager genutzt werden. Auf der Insel sehen die Architekten fünf Wohnriegel quer und einen längs zum Wasser vor. Die Jury beurteilt diese Idee grundsätzlich positiv, allerdings will sie die Wohnnutzung nicht auf der Insel konzentrieren. Die Zeilenbauten stuft sie zudem als «zu urban für das ländliche Umfeld» ein.

Vision Papieri Biberist 2033
Zweistufiger Studienauftrag mit fünf Teams für die HIAG Biberist AG
– Weiterbearbeitung: raumbureau, Zürich; mit Kuhn Landschaftsarchitekten, Zürich, und Nüesch Development, Bern
Weitere Teams in der engeren Wahl:
– Holzer Kobler Architekturen, Zürich
– pool Architekten, Zürich
Weitere Teilnehmer:
– Harry Gugger Studio, Basel
– Steinmann & Schmid, Basel

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