Mit Rücksprüngen und Auskragungen reagiert der Turm auf die Umgebung. Fotos: Nightnurse Visualisierungen, Zürich

Elegante Höhe

Armon Semadeni Architekten bauen zwischen Strasse und Zug in Zürich Oerlikon in die Höhe. Die Jury lobt den «elegant proportionierten Körper» des Franklinturms.

Armon Semadeni Architekten gewinnen den Studienauftrag für den Franklinturm beim Bahnhof Oerlikon in Zürich. Das Büro setzte sich gegen eine illustre Teilnehmerschaft durch und kann nun das Quartier mit Gigon/Guyer in die Höhe verdichten, die in der Nähe den kleinen Bruder des Prime Towers planen. Der Entwurf bildet zusammen mit den Hochhäusern Neumarkt und Swissôtel ein Ensemble. Mit Rücksprüngen und Auskragungen reagiert der 80 Meter hohe Büroturm auf die enge Situation zwischen Strasse und Bahn und «passt sich gut ein» in den Stadtraum, so die Jury. Sie lobt den «elegant proportionierten Körper» und die «verbindliche Gelassenheit» des Entwurfs. Die kräftige Fassade verankere das Haus gut im Boden. Auf der Dachterrasse des Sockels schlagen die Architekten ein Personalrestaurant vor, was das Preisgericht begrüsst. Auch im ersten Obergeschoss kann die Jury sich eine öffentliche Nutzung vorstellen. Kritisch beurteilt sie nur die Tragstruktur: Die schrägen Stützen und die Abfangdecke «lassen noch etwas an Eleganz vermissen».

Hochhaus Südwest Mitte / Franklinturm, Zürich Oerlikon
Zweistufiger Studienauftrag auf Einladung mit zehn Teams für die SBB
Jurymitglieder: Matthias Ackermann, Roger Boltshauser, Thomas von Ballmoos, Regula Iseli, Beat Jörger, Maria Åström, Andreas Steiger, Peter Wicki, Thomas Rinas
– Weiterbearbeitung: Armon Semadeni Architekten, Zürich
– Zweite Stufe: atelier 10:8, Zürich, mit Leutwyler Partner Architekten, Zürich
Weitere Teilnehmer:
– Märkli Architekt, Zürich
– Caruso St John Architects, Zürich/London
– Architekt Krischanitz, Wien/Zürich
– office haratori, Zürich; mit Wingender Hovenier Architecten, Amsterdam
– Christ & Gantenbein Architekten, Basel
– Burkard Meyer Architekten, Baden
– Charles Pictet architecte, Genf
– Esch Sintzel Architekten, Zürich

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