Gruppenfoto vor dem Anpfiff: Die zwölf Teams lächeln für die Kamera, bevor sie sich im Wettbewerb für das neue Hardturmstadion messen. Fotos: zVg

Ein Stadion, kein Fussballtempel

Heute hat André Odermatt den Wettbewerb für das Hardturmstadion in Zürich angepfiffen. «Sie bauen kein Stadion, um in den Architekturhimmel zu kommen», mahnte der Stadtrat.

Das Programm ist verteilt, die Modelle ausgehändigt, die Teams bereit: Heute hat Stadtrat André Odermatt den Wettbewerb für das Hardturmstadion in Zürich angepfiffen. Zum Auftakt trafen sich die zwölf Teilnehmer im Letzigrund zum Gruppenfoto. Auf dem Rasen schnupperten sie etwas Fussballluft, um sich für die grosse Aufgabe zu inspirieren. Doch Stadtrat Odermatt mahnte die Architekten, ob der Freude über eine visionäre Fussballarena den Ball aus den Augen zu verlieren, um den sich das Ganze dreht: «Sie bauen kein Stadion, um in den Architekturhimmel zu kommen, sondern um die Fans, die Fussballer und die Betreiber des Stadions glücklich zu machen.» Das Hochbaudepartement gibt klar zu verstehen, dass die Luft für architektonische Jauchzer dünn ist: «Beim Bau sind nicht Luxus gefragt sondern Praktikabilität.» Was die Teams bis nächsten März alles abliefern müssen, erfahren die Zuschauer auf der Webseite des Hochbauamtes. Bis zum Sommer wählt die Jury den Sieger. Im Jahr 2013 wird dann das Volk den Entwurf an der Urne bewerten. Ob das Siegerprojekt auch gebaut und nicht nur gekürt wird, ist damit aber noch nicht gesagt, wie die Geschichte weiss.

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Kommentare

Wälti 01.11.2011 12:50
Hallo Ich hab da mal eine frage... Warum müssen wir schon wider darüber abstimmen, so viel ich weiss haben wir Zürcher schon über ein grösseres Stadion Projekt wo ich weis auch teurer war, klaar ja gesagt.. ????
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Ich kann das Bild nicht lesen