Die vier Neubauten liegen im Zentrum von Grabs in der Nähe der Kirche.

Cluster im Dorf

Deon Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Siedlung «An der Wassergasse» in Grabs. Vier Häuser bilden ein Ensemble.

Deon Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Siedlung «An der Wassergasse» in Grabs im Kanton St. Gallen. Die Sieger schlagen vier Häuser vor, die sie zu einem Ensemble gruppieren und über einen Weg im Hof erschliessen. «Die Freiräume integrieren die Neubauten harmonisch in den Bestand», urteilt die Jury. Gewerbenutzungen im Erdgeschoss könnten aber störend wirken, merkt sie an. Das Einsteinmauerwerk sei einfach und direkt. «Die architektonische Gestaltung wirkt aber noch unausgegoren», so das Preisgericht. «Allzu zerbrechlich hängen die Loggien am Baukörper, der durch die überzeichneten Fensteröffnungen einen etwas schwer fassbaren Massstab aufweist.» Jede Wohnung hat Ausblicke in alle vier Himmelsrichtungen. Die Jury lobt, dass es trotz der Nähe wenige Einsichten gibt. Die Grundrisse teilen die Architekten konventionell in einen Tag- und einen Nachtbereich ein. Da die Waschküchen im Untergeschoss liegen, gibt es im Haus laut der Jury nur wenig informelle Begegnungsorte. Doch die Kommunikation «über den Hof» gleiche dies wieder aus. Trotz der Vorbehalte erachtet das Preisgericht das Projekt als mögliches Muster, um in lockeren Siedlungen «mit einem Cluster räumliche und soziale Dichte zu erzeugen».

Wohnen «An der Wassergasse», Grabs

Projektwettbewerb auf Einladung mit fünf Teams für Pensimo Management
– Weiterbearbeitung: Deon Architekten, Luzern; Neuland ArchitekturLandschaft, Zürich
– Weitere Teilnehmer: Dietrich Untertrifaller, Bregenz; ARGE Gmür & Geschwentner Architekten und Fahny Pesenti, Zürich; Kaundbe Architekten, Vaduz; ATM 3, Grabs

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