Die Balkone entlang der Parkfassade sind ineinander verwoben.

Biel weiterweben

Graber Pulver Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Esplanade Nord auf dem Gaswerkareal in Biel. Entlang des Parks schlagen sie eine dreihundert Meter lange Stadtfront vor.

Graber Pulver Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Esplanade Nord in Biel. Das ehemalige Industrieareal liegt in der Innenstadt, 1967 wurde das Gaswerk stillgelegt. Das Gebiet ist auf zwei Perimeter aufgeteilt. Auf beiden sollen Wohn- und Büroräume entstehen, zudem sind ein Begegnungszentrum, ein Hotel und eine Schule geplant. Graber Pulver schlagen eine dichte Riegel- und Hofbebauung vor, die sich geschickt integriere, so das Preisgericht. Zum Park hin bilden die Architekten eine dreihundert Meter lange Stadtfront. Die Fassade ist in Sockel, Mittelpartie und Dach unterteilt. «Dies bricht die Höhe auf den Massstab des Kontextes herunter», kommentieren die Juroren. Die Balkone sind im Rhythmus des Wohnungsrasters ineinander verwoben. «Die Fassadengestaltung ist einzigartig, speziell und doch nicht laut», so die Jury. Sie lasse dem Kongresshaus von Max Schlup Raum und konkurrenziere es nicht. Als geschickte Erfindung bezeichnet die Jury die zweigeschossige Attikapartie mit Maisonettewohnungen im Westen. Sie lobt weiter die Vielfalt der Wohnungstypen und die guten Grundrisse. Einzig die Balkone wünscht sie sich grösser.

Esplanade Nord – Gaswerkareal, Biel

Eingeladener Projektwettbewerb mit 12 Teams für die Einwohnergemeinde Biel
– 1. Rang: Graber Pulver Architekten, Zürich
– 2 Rang: Duplex Architekten, Zürich
– 3. Rang: Froelich & Hsu Architekten, Zürich
– 4. Rang: 115West° architekten, Biel
– 5. Rang: Architekten.süd 5, Biel

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Kommentare

Alain Bailly 02.10.2013 13:53
Es wird von dem "schönen, grauen" Kongresshaus geschrieben, aber was ist mit dem Kult Gaskessel, das einzige Gut in Biel wo sich Kultur begegnet wie Musik, Theater oder sonstige Party's? Wird das mit dem überdimensionierten Bau ersticken? Bitte nicht vergessen!
Alain Bailly 02.10.2013 13:53
Es wird von dem "schönen, grauen" Kongresshaus geschrieben, aber was ist mit dem Kult Gaskessel, das einzige Gut in Biel wo sich Kultur begegnet wie Musik, Theater oder sonstige Party's? Wird das mit dem überdimensionierten Bau ersticken? Bitte nicht vergessen!
Michael Minder 02.10.2013 22:54
Alain. Bin ganz Deiner Meinung, dass der Umgang mit dem Coupole gut durchdacht sein muss. Der schöne neue Bau wird ihm nicht Leid tun wollen, aber sehr wohl dessen Bewohner.
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