Der Neubau schliesst am Schulhaus von 1909 an. Fotos: Architekten

Bescheidene Halle

Peter Moor Architekten gewinnen den Wettbewerb für einen neuen Turnhallentrakt beim Schulhaus Hermesbühl in Solothurn. Ein reduziertes Gebäude ergänzt den prominenten Altbau von 1909.

Peter Moor Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für einen neuen Turnhallentrakt beim Schulhaus Hermesbühl in Solothurn. Das Schulgebäude stammt aus dem Jahre 1909. 1961 wurde die ursprüngliche Turnhalle durch einen Neubau ersetzt und 1973 eine Schwimmhalle gebaut. Beide befinden sich in schlechtem Zustand. Während das Schulhaus im Heimat- und Jugendstil als schützenswert gilt, sind die zwei jüngeren Gebäude unbedeutend. Sie sollen einem Neubau mit zwei Turnhallen weichen. Peter Moor Architekten stapeln beide übereinander in einem reduzierten Gebäude. Die Jury lobt die städtebauliche Setzung am Nordrand des Areals an ähnlicher Stelle wie der Altbau. Zur Strasse hin verschmilzt das Volumen mit dem Schulhaus und setzt die Hofrandtypologie fort. Richtung Pausenhof ist der Neubau leicht eingerückt und damit eigenständiger. Die Turnhalle im Untergeschoss belichtet ein Fensterband im Erdgeschoss, jene darüber ist raumhoch verglast. Die statische Struktur aus vorfabrizierten Betonelementen zeigt sich an der Fassade. «Sie leitet sich aus der Rhythmisierung der bestehenden überdeckten Pausenhalle ab und schafft so einen logischen Bezug zum Bestand», urteilt das Preisgericht. Insgesamt besteche das Projekt durch seine explizite Bescheidenheit und seinen räumlichen Bezug zum Aussenraum, meint die Jury abschliessend.

Schulhaus Hermesbühl Neubau Turnhallen, Solothurn

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit sechs Teams für die Stadt Solothurn
– 1. Rang: Peter Moor Architekten, Zürich; Daniel Bieri Architekturatelier, Oberdorf; Barbara Holzer Landschaftsarchitektin, Zürich; Ingenieurbüro Heierli, Zürich; R + B engineering, Zürich; Raumanzug, Zürich
– 2. Rang: ARGE Rykart Architekten, Gümligen, und sattlerpartner architekten + planer, Solothurn; 4d Landschaftsarchitekten, Bern
– 3. Rang: maj Architekten, Neuenegg; Weber + Brönnimann, Bern

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