«Eine bessere Ergänzung zur sinnlichen Architekturausstellung kann's für mich nicht geben», sagt Kuratorin Nina Keel. Fotos: zVg

Seidene Moderne

St.Gallen ist bekannt als Jugendstil-Stadt. Die Ausstellung «Die Moderne im Kleinen» blickt aber auf die Architekturgeschichte des nachfolgenden Jahrzehnts. Auch der Textildesigner Martin Leuthold mischt mit.

Im Mai erzählt die Ausstellung «Die Moderne im Kleinen» die bisher wenig beachtete Geschichte, wie das Neue Bauen in den 1930er Jahren nach St. Gallen fand. Die Kuratorin Nina Keel rückt die weitgehend unerforschten Bauten mit ihren Geschichten, Referenzen und Hintergründen ins Blickfeld und macht sie sinnlich erfahrbar. Über mehrere Räume hinweg inszeniert sie denn auch gleich im Linsebühl-Bau von Architekt Moritz Hauser, dem grössten Gebäudekomplex der 1930er Jahre in St.Gallen.

Den stadtprägenden Bau hielt die Künstlerin Siegrun Appelt in fragmentarischen Fotografien fest. Ihre Aufnahmen der zeigen die Aneignung von Räumen durch die Bewohnerinnen und Bewohner. Aus dieser Serie hat Textildesigner Martin Leuthold grafische Collagen geschaffen und auf Seide gedruckt. In blaugrauen Farben übersetzen die Entwürfe die funktionale Formensprache des Baus in elegante Foulards.

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