Das solare Bauen geht alle an: GLP-Nationalrat Josias Gasser, Thomas Ammann vom HEV, Patrick Hofer-Nose von Cleantech, Redaktor Axel Simon, Jürg Hofer von Basel Stadt, Solarbauer Thomas Jäggi, Heimatschützer Adrian Schmid und Uni-Professor Peter Droege.

Vorwärts Richtung Sonne

Die Plusenergie-Zukunft ist angebrochen. Dank der Kraft der Sonne produzieren Häuser mehr Strom, als sie verbrauchen. Doch der Weg weg von fossilen Bauten ist noch weit.

In der Swiss Focus Arena referierten heute Experten über das Gebäude als Kraftwerk. In seinem fulminanten Vortrag machte Peter Droege, Professor an der Uni Liechtenstein und Präsident von Eurosolar, einmal mehr klar, wie stark wir nach wie vor von Öl und Gas abhängig sind. Er warf mit Bildern, Zahlen und Grafiken zur Energiewende nur so um sich und führte vor Augen, dass ein Umdenken bitter nötig ist. «Das Ziel muss 100 Prozent erneuerbar und selbstversorgend sein», so Droege. In Zukunft wird jede erdenkliche Fläche Sonnenstrahlen in Storm umwandeln, vom Autodach bis zur Winterjacke. Nicht 100, aber immerhin 20 Prozent des Schweizer Stroms soll bis 2025 solar sein, so das Ziel von Swissolar. Und wie kommen wir da hin? «Warten sie nicht auf die Politik», meinte GLP-Nationalrat Josias Gasser. Die Stadt Basel beweist allerdings das Gegenteil. Sie will die Energieeffizienz von Bauen künftig noch gezielter fördern. «Die jährliche Sanierungrate von 1 Prozent reicht nicht», so Jürg Hofer vom Amt für Umwelt und Energie. Die Stadt überlegt sich deshalb, auf unsanierten Objekten eine Abgabe zu erheben oder die grossen Energieschleudern zum Nachrüsten zu zwingen. Auch der Schweizer Heimatschutz will das solare Bauen vorantreiben. Die rund zwei Prozent geschützten Bauten bleiben für Geschäftsleiter Adrian Schmid aber Tabu. «Wir müssen dort ansetzen, wo es einschenkt, nicht am Berner Münster.»

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