Fotos: EPFL

«Wer weniger dicht wohnt, bleibt eher zu Hause.»

Die «NZZ» spricht mit Vincent Kaufmann, Professor für Stadtsoziologie und Mobilitätsanalyse an der ETH Lausanne, über Pendeln und Bahnausbau. Das Hüsli im Grünen sei nicht per se schlecht. Der «Grill-Effekt» bremse den Freizeitverkehr.

Die «NZZ» spricht mit Vincent Kaufmann, Professor für Stadtsoziologie und Mobilitätsanalyse an der ETH Lausanne, über Pendeln und Bahnausbau. Kaufmann plädiert für mehr Langsamkeit. Zudem müsse man bei Ausbauten genau überlegen, wofür man diese vornehme. Der Stadtsoziologe will die flächendeckende Urbanisierung der Schweiz bremsen. Das heisst: «Wir sollten dort verdichten, wo die bauliche Dichte hoch ist und die Akzeptanz gross.» Die Pläne der Zürcher S-Bahn bezeichnet er als wegweisend, da vor allem im inneren Kreis der Agglomeration ausgebaut werde. Das Einfamilienhaus will Kaufmann dennoch nicht verbannen. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass «Menschen mit Auto und Haus ökologisch nicht schlechter, zum Teil sogar besser abschneiden als Stadtbewohner». Kaufmann nennt dies den «Grill-Effekt»: «Wer weniger dicht wohnt, bleibt am Wochenende eher zu Hause.»

Weitere Meldungen:


– Das Ultimatum des Kantons Zürich an die Besetzer, das Binz-Areal in Zürich Wiedikon zu räumen, ist gestern abgelaufen. «Die Aktivisten ziehen ins bereits besetzte Koch-Areal nach Altstetten», meldet der «Tages-Anzeiger».

– Die Stadtzürcher Kirchen wollen ihre Liegenschaften besser und wirtschaftlicher nutzen – und zwar gemeinsam. Die «NZZ» berichtet.

– Die «Südostschweiz» bespricht die Ausstellung «Uninhabitable Objects» im Bündner Kunstmuseum in Chur. «Die Schau ist der Lust am Bauen gewidmet.»

– Vor einem Jahr stoppte der Kanton Baselland die Pläne für den Neubau des Kantonsspitals Bruderholz aus Kostengründen. Gestern hat er mit dem Ja zur Abrechnung für das 911-Millionen-Franken-Projekt den endgültigen Schlussstrich gezogen, meldet die «Basler Zeitung».

– Der Bau des ersten Planetariums in der Westschweiz in Chalet-à-Gobet droht zu scheitern. Die Suche nach Geldgebern läuft harzig, meldet die «24 heures».

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