Zentrum Paul Klee in Bern: Renzo Pianos geschwungenes Dach ist auch im Unterhalt teurer als eine einfache Box. Fotos: Florian.Arnd via Wikimedia

Was die Welle kostet

Dem Zentrum Paul Klee fehlt Geld für den Unterhalt, schreibt der «Bund». Nun muss der Staat diese tragen – zusätzlich zu den jährlich sechs Millionen Franken aus der öffentlichen Hand. «Und das wird teuer», so die Zeitung.

Dem Zentrum Paul Klee in Bern fehlt Geld für den Unterhalt, schreibt der «Bund». Die sechs Millionen Franken, die jährlich aus der öffentlichen Hand an die Foundation fliessen, decken nicht alles ab. Die Kosten für den Werterhalt des Renzo-Piano-Baus kommen separat dazu. «Und das wird teuer», so die Zeitung. Bei einer Bausumme von 125 Millionen Franken sollten pro Jahr 2,88 Millionen für den Unterhalt zur Verfügung stehen, rechnet der «Bund» vor. Laut Vertrag müssen Stadt und Kanton für Instandsetzungen aufkommen, wenn die Eigentümerin, die Maurice E. and Martha Müller Foundation, nicht über die erforderlichen Mittel verfügt. Und das ist der Fall. Das stösst Politikern sauer auf. Beim Bau war Renzo Piano «nur das Teuerste gut genug», meint EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Jetzt gelte es zu prüfen, wo beim Unterhalt gespart werden könne. Damit kann Peter Fischer, Direktor des ZPK, nichts anfangen: «Wir haben keine absurden Wünsche.» Aber selbstverständlich sei das Museum kein 08/15-Bauwerk – defekte Türen liessen sich nicht durch Ikea-Modelle ersetzen.

Weitere Meldungen:


– Eine Ausstellung im MAK Center in Los Angeles dokumentiert die Arbeit der Architekturkritikerin Esther McCoy. «Ohne ihr unermüdliches Beschreiben und Analysieren wäre uns die kalifornische Moderne heute weit weniger bekannt», schreibt die «NZZ».

– Energieeinsparungen im Gebäudebereich scheinen in Deutschland zur kulturellen Glaubensfrage zu werden, meint die «NZZ». Sie macht sich Gedanken zu «einem Streit, der nicht  frei ist von Ironie».

– Neben Bern sollen auch Biel und Nidau ein neues Tram erhalten – sofern es die Bevölkerung überhaupt will. «Das Grossprojekt kostet ohne Rollmaterial rund 300 Millionen Franken», berichtet der «Bund».

– Die Genossenschaft Biwo ersetzt in Chur 60 Wohnungen von 1919 durch einen Neubau. Das Projekt stammt vom Architekturbüro Michael Schumacher und von Tobler Landschaftsarchitekten, schreibt die «Südostschweiz».

– Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich setzen für ihre Schilder auf eine dünnere Schrift. Sie versprechen sich davon einen moderneren Auftritt, schreibt der «Tages-Anzeiger».

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