Der geplante Solar-Highway im Knonauer Amt. Fotos: Visualisierung: Energypier

Solardach für die Autobahn auch im Knonauer Amt

Der Kanton Zürich begrüsst das Vorhaben. Der Stand der Dinge bei Autobahn-Solardächern steht heute im Tages-Anzeiger. Weitere Meldungen: Kunst rettet den Detailhandel und die Überbauung Hof in Masans.

Das Westschweizer Unternehmen Energypier will Autobahnabschnitte überdachen und mit Solar- und Windkraftanlagen versehen, berichtet der Tages-Anzeiger. Konkret geplant ist ein solcher «Solar-Highway» neben auf der A9 bei Fully im Wallis seit längerem auch im Knonauer Amt im Kanton Zürich, zwischen Affoltern, Mettmenstetten und Knonau auf 2,5 Kilometern, womit Strom für 20’000 Haushalte produziert werden könnte. Später könnten seitlich zudem Windturbinen montiert werden. Die Kosten für die Solar- und Windkraftanlage werden auf 75 Millionen Franken geschätzt.  
Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) begrüsse das Projekt: «Wir brauchen in Zukunft sehr viel Solarstrom. Als Standort für Solaranlagen kommen neben Gebäuden auch Infrastrukturanlagen infrage. Die Idee, eine Autobahn zu überdecken, ist spannend», sagt Neukom in der NZZ. Aus Sicht des Landschaftsschutzes sieht er vorerst kein Problem: Eine Autobahn stellt grundsätzlich bereits einen starken Landschaftseingriff dar, die Überdachung scheine vielerorts nur «eine kleine zusätzliche Beeinträchtigung». Das müsse jedoch im konkreten Einzelfall geprüft werden.

Der Prototyp eines Autobahn-Solardachs soll demnächst in Baden-Württemberg direkt an der Schweizer Grenze entstehen: An der A81-Rastanlage Hegau-Ost soll der Bau im Herbst beginnen. «Das Projekt ist Teil der gemeinsamen Strassenbauforschung der drei Nachbarländer Deutschland, Österreich und Schweiz, an der sich auch das Astra beteiligt. Mit dem Prototyp will man prüfen, wie gut die Produktion von Solarstrom über dem fliessenden Verkehr in der Realität funktioniert.»


Weitere Meldungen:

– Der Band «Retail Apocalypse» zeigt, wie Kunst auch Schaufensterfronten und Ladeninterieurs inspiriert. Die NZZ widmet dem dicken Schinken in Neonpink aus dem gta Verlag eine ganze Seite und zählt Beispiele auf – etwa der Ferrari-Showroom von Diener & Diener in Basel, Valerio Olgiatis Mode-Flagship-Store in Miami oder Herzog & de Meurons Prada Store in Tokio. «Sie zelebrieren den Konsum, indem sie ihn zu verneinen vorgeben und dabei den Glamour erst aufleben lassen.» Fazit: Der Untergang des Detailhandels werde nicht stattfinden, schreibt die NZZ: «Dieser  feiert bereits während der Pandemie eine Auferstehung in neuem Kleid.»

– Chur Nord: Die Überbauung «Hof Masans» mit Café, Gemeinschaftspraxis und 113 Wohnungen zeigt trotz oder gerade wegen ihres Namens, dass die Stadt in Masans angekommen ist. Die Südostschweiz berichtet.

– Anhaltender Widerstand: Die geplante Klosterser Ferienanlage «Ober Ganda» wird weiter mit Einsprachen bekämpft, auch von einer Umweltorganisation. Die Südostschweiz berichtet.

 

 

 

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