«Status eines Manifests der Modernen Architektur»: Die restaurierten Innenräume von Alberto Sartoris Fotos: Lucien Caceres

Sartoris' vergessener Klub

Ein vergessenes Werk von Alberto Sartoris ist nach achtzig Jahren auferstanden. «24heures» berichtet.


Ein vergessenes Werk von Alberto Sartoris ist nach achtzig Jahren auferstanden, wie «24heures» berichtet. Nachdem der «Cercle de l'ermitage», eine Art Künstler-Klubhaus in den Gemäuern einer alten Mühle in Epesses, auf private Initiative restauriert worden ist, zählt es neu zu den «monuments historiques» des Kantons Waadt. Sartoris phänomenale Innenräume, realisiert zwischen 1933 und 1935, waren in den siebziger Jahren grundlegend verändert und mit einem rustikalen Gewand verkleidet worden. Der Architekt Jean-Christophe Dunant hat sie in den letzten vier Jahren in «archäologischer Arbeit» zu ihrem originalen Zustand zurückgeführt. Der «Cercle de l'ermitage» erhält seinen Schutzstatus aufgrund der «ausserordentlichen Subtilität» der Ausgestaltung, die dem Werk den «Status eines Manifests der Modernen Architektur» verleihe. «24heures» zeigt eine Bildergalerie des restaurierten Bauwerks.

Weitere Meldungen:


– «Stararchitekt schaltet sich ein»: Im Abstimmungskampf um den Bau eines neuen Gesundheitshotels im Gebiet Serletta Süd in St. Moritz meldet sich kurz vor dem Urnengang Lord Norman Foster zu Wort, so die «Südostschweiz». Der Architekt, der im Zentrum von St. Moritz das hölzerne Ei namens «Chesa Futura» gebaut hat, drückt in einem Schreiben seine Sorge wegen der Grösse des Klinikbaus aus: «Das massive Volumen hätte verheerende Auswirkungen auf St. Moritz und würde die Zukunft als touristische Destination bedrohen.» Die Promotern des Gesundheitshotels hätten gelassen auf die Aussagen reagiert, schreibt die «Südostschweiz»: Mit seiner Meinung widerspreche Herr Foster diametral der Expertenmeinung der unabhängigen Städteplaner von Gemeinde und Kanton.


– Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels berge neben Chancen auch viele Risiken, warnt die «Tessiner Zeitung». Im Worst Case-Szenario sei das Tessin nur noch ein Transitkanton zwischen den zusammengerückten Metropolen Mailand und Zürich. (Artikel online nicht verfügbar)


– «Neue Luzerner Altstadt»: Die Region Luzern setzt grosse Hoffnungen auf die Sanierung des Seetalplatzes in Emmenbrücke, meldet die «NZZ». In einem ehemaligen Industriegebiet sollen eine Wohnstadt, ein neuer Hochschulstandort und ein Zentrum für junge Firmen entstehen.


– Dem ältesten Autonomen Jugendzentrum der Schweiz rücke die Stadtentwicklung auf den Leib, schreibt der «Bund». Der Bieler «Chessu» liege mitten im ehemaligen Gaswerkareal, das zur schicken «Esplanade» umgestaltet werde. Anstatt in einem heruntergekommenen Quartier müsse das unangepasste Jugendzentrum bald in einem durchgestylten ‹städtebaulichen Zentrum› seinen Freiraum verteidigen.


Der «Tages-Anzeiger» enthüllt eine bisher unbekannte Bedingung zum Investorenwettberb für das neue Fussballstadion auf dem Hardturm: Wer den Zuschlag bekommt, soll die Fussballclubs während Jahren finanziell unterstützen.

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Kommentare

Daphnee Renault 19.10.2015 10:44
Lieber Hochparterre, Für präzisen und aussagekräftigen Informationen über Architektur in der Romandie möchte ich Ihnen beraten nicht zu ernst zu nehmen alles was in Zeitschriften zu finden ist... Nähmlich : das Werk von Sartoris ist nur von Ignorant vergessen worden, wenn ich es mir erlaube...Ich finde aber schön dass Sie uns darüber Bilder zeigen damit die Deutschweizerische Architekturszene davon etwas erfährt. Mit freundliche Grüsse aus dem Genferseeraum. Daphnee Renault
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