Ulrich Weidmann ist Professor für Verkehrssysteme an der ETH Zürich. Fotos: Andrea A. Panté

«Raumplanung ist auch eine Frage der Energieeffizienz»

«Wir brauchen eine Verkehrswende», sagt der ETH-Professor Ulrich Weidmann im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Die Raumplanung müsse noch mehr Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr bringen.

«Wenn wir die Energiewende wollen, brauchen wir die Verkehrswende», sagt der ETH-Professor Ulrich Weidmann im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Der Verkehr hat laut dem Mobilitätsexperten Nachholbedarf. «Alle anderen Bereiche haben eingespart. Nur beim Verkehr steigt alles an, egal, ob es um den Energieverbrauch oder den CO2-Ausstoss geht.» Die Lösung sei nicht der Elektromotor, sondern Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr: Dann könne man um den Faktor 2 bis 3 Energie einsparen. Zentral seien dafür auch dichte Siedlungen, so Weidmann. «Weltweite Untersuchungen zeigen sehr schön, dass der Energieverbrauch pro Einwohner massiv sinkt, je dichter eine Stadt genutzt ist.» Raumplanung sei somit nicht nur ein Thema des Kulturlandschautzes, sondern auch eine Frage der Energieeffizienz.

Podiumsdiskussion zum Thema: 19. März an der ETH Zürich
Weidmanns Idee für ein Metrotram in Zürich: Broschüre von Hochparterre

Weitere Meldungen:

– Peter Richards Leidenschaft sind Naturgärten. An der Giardina in Zürich zeigt er, wie diese aussehen können. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

– Im Zürcher Kantonsrat dreht sich die Richtplandebatte um den Verkehr. Den Stadttunnel will der Rat auf dem Papier nicht streichen. «Dafür lebt die Idee für einen Tunnel unter dem Seebecken wieder auf», meldet die «NZZ».

– Die «NZZ» hat die Ausstellung zur «Playboy»-Architektur im Deutschen Architekturmuseum besucht.

– Die Ausstellung «LausanneXL» im historischen Museum in Lausanne zeigt, wie sich die Stadt in den letzten 150 Jahren gewandelt hat. Die «24 heures» hat sich die Fotos angeschaut.

– In 53 Gemeinden im Kanton Waadt liegt der Anteil der Zweitwohnungen laut Bern über 20 Prozent. Der Kanton selber lehnt diese Zahlen jedoch ab, weiss die «24 heures».

close

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen