Murano-Glas: Der durchschnittliche Tourist merke den Unterschied zwischen Original und Kopie nicht, schreibt die «NZZ».

Murano-Glas made in China

Am Beispiel der Produktion von Murano-Glas erklärt die «NZZ» in der heutigen Ausgabe, wie sich die europäischen Traditionen und Werte verändern.

Am Beispiel der Produktion von Murano-Glas erklärt die «NZZ» in der heutigen Ausgabe, wie sich die europäischen Traditionen und Werte verändern: «Die kleine Insel Murano, berühmt für ihr Glas seit Ende des dreizehnten Jahrhunderts, macht heute einen pitoyablen Eindruck. Der Grossteil ihrer Fabriken wurde geschlossen. Schmuck, Nippsachen, Trinkgläser, Lampen, Briefbeschwerer, Weinflaschenpfropfen, wie sie Hunderte von venezianischen Shops anbieten, stammen aus China.» Der durchschnittliche Tourist merke den Unterschied zwischen Original und Kopie nicht, noch wundere er sich, wie denn das tags zuvor besuchte Inselchen (...) eine solche Unmenge von Souvenirs produzieren soll. «Und, vor allem, weshalb sie alle identisch aussehen – wo doch in Murano keines der einzeln von Hand angefertigten Stücke dem andern gleicht. Da nämlich liegt, neben der kunsthandwerklichen Qualität, der entscheidende Punkt», meint die «NZZ» und leitet vom Kunsthandwerk zum Immobilienhandel über: «Und während die Europäer über künftige Veränderungen philosophieren sollen (...) sind die Chinesen frisch-fröhlich dabei, zu investieren, indem sie venezianische Palazzi kaufen und in Hotels verwandeln – und so aus den europäischen Kulturgütern noch mehr Kapital schlagen.»

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