Die Aufstockung mit Tilla Theus' Glaskrone.

Glaskrone von Tilla Theus

Das Zürcher Plaza-Gebäude wird um ein Dachrestaurant aufgestockt. Ausserdem in der Presse: Elektrische Flugzeuge, Zoff um den IBA-Park, Enteignung in Zürich und die Geschichte des Bruderholz in Basel.

Das Zürcher Plaza-Gebäude am Anfang der Langstrasse wird aufgestockt. Architektur-Altmeisterin Tilla Theus setzt dem Kino-Haus eine gläserne Krone auf, wie der Tages-Anzeiger und die NZZ berichten. Die Bauherrschaft Retag steckt rund 20 Millionen Franken in das besondere Haus. Im ersten neuen Dachgeschoss seien Foodstände geplant, zuoberst dann «Erlebnisgastronomie». Weil die gläserne Krone wie eine Attika zurückversetzt ist, entsteht ein langer Aussichtsbalkon mit geschützten Nischen. 
Sowohl der  Zürcher Denkmalschutz wie das Amt für Städtebau hätten das Projekt abgesegnet, schreibt der Tages-Anzeiger. Im Moment würden noch Abklärungen laufen mit der Schweizerischen Vogelwarte, um den Glasaufbau so zu konzipieren, dass er für Vögel sichtbar ist.
Verwendet wird laut Tages-Anzeiger ein Spezialglas, das sich je nach Sonneneinstrahlung abdunkle oder aufhelle. Bereits verbaut ist es beim Sitzungszimmer auf dem Dach des Swissmill-Silos am Sihlquai. Ingenieur Heinz Richter von EBP meint: «Wir werden bereits nach dem Umbau in der Lage sein, das ganze Gebäude fast klimaneutral zu betreiben.» Und Tilla Theus stellt in Aussicht: «Das Plaza-Gebäude wird zu seinem 100-Jahr-Jubiläum 2024 fit für die Zukunft sein. Und dank des Glasaufbaus gleichzeitig an seinen Ursprung als Lichtspielhaus erinnern.»


Weitere Meldungen

– Zoff um den IBA-Parc des Carrières: Nach zähen 10 Jahren Planung konnte die IBA Ende März das Pflanzen erster Bäume feiern. Nun droht Widerstand: Einige Freizeitgärtnerinnen sind nicht erfreut, dass ihre Schrebergartengebiete, die zum Park-Areal zählen, öffentlich zugänglich werden sollen. Sie überlegen sich ein Referendum, berichtet die Basler Zeitung

– Im hohen Norden könnten bald Elektro-Flugzeuge fliegen: Die Airlines Finnair und Wideröe wollen ab 2026 den regionalen Kurzstreckenverkehr in Zusammenarbeit mit dem Maschinenbauer Rolls-Royce Electrical und dem italienischen Kleinflugzeughersteller Tecnam elektrifizieren. Wie das geht, berichtet die NZZ.

– Debatte um rassistische Zeichen: Die Stadt Zürich lässt unter anderem am historischen «Mohrenkopf»-Haus im Niederdorf Bild und Inschrift entfernen, berichten NZZ und Tages-Anzeiger

– Debatte um Enteignung: Gestern Abend ging's in der Richtplan-Monster-Debatte des Zürcher Gemeinderats ans Eingemachte. Enteignung privater Grünräume!, die Bürgerlichen bemühten noch einmal das Angstbild. Die Linken blieben gelassen. Es gehe nicht um eine Bodenrevolution, sondern um die Fortführung der bisherigen Politik, sagte Stadtrat Richard Wolff. Nämlich bei Bauvorhaben in Verhandlungen mit Privaten zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Wie im Sihlcity oder bei der Swiss Re, die ihre Dachterrasse öffnet. «Niemand will in Ihren privaten Swimmingpool, niemand will auf Ihren Balkon.» Die Zusammenfassung im Tages-Anzeiger. 

– Seit 50 Jahren Freude für viele: 24 Heures widmet dem legendären Abenteuerspielplatz Signal de Bougy in der Waadt einen Geburtstags-Bericht (Artikel noch nicht online verfügbar).

– Basels Bruderholz: Ein Buch porträtiert den gut betuchten Hügel im Süden der Stadt. Die Basler Zeitung hat es gelesen.
 

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