Die CSS-Versicherung will das Gewerbehaus von Carl Mossdorf in Luzern durch einen Neubau ersetzen.

Ein Stiefkind der Baukultur

Architekten und Fachverbände wollen das Gewerbegebäude von Carl Mossdorf an der Tribschenstrasse 51 in Luzern erhalten. Die «Luzerner Zeitung» erklärt wieso.

Es gehe nicht um schön oder nicht schön, begründet Norbert Truffer, Präsident des Bundes Schweizer Architekten Sektion Zentralschweiz, gegenüber der «Luzerner Zeitung». «Objektiv gesehen ist das Gebäude schlicht ein Zeitzeuge, wie es in der Zentralschweiz keinen zweiten gibt.» Als die Politik in den 90er-Jahren über die Schutzwürdigkeit des Hauses befunden habe, habe sie dessen Wert verkannt. In einem aktuellen Positionenpapier beklagen die Fach- und Schutzverbände, dass das Gewerbegebäude politisch zu den «Stiefkindern der Baukultur» gehöre. Sie haben deshalb gegen den geplanten Abbruch Einspruch erhoben. Zurzeit warten die Verbände auf den Bescheid des Kantonsgerichts. Wer sie unterstützen will, kann eine Online-Petition für den Erhalt des Bauwerks unterschreiben.

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