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Planung & Städtebau

Das «Union»-Geschäftshaus – eine Ikone der 1950er-Jahre
Das «Union»-Geschäftshaus – eine Ikone der 1950er-Jahre

Planung & Städtebau

Parkgaragenpläne begraben

Text: René Hornung / 20.06.2017 16:00

Foto: Corinne Riedener, Saiten

Am westlichen Rand des St.Galler Marktplatzes steht seit den 1950er-Jahren das Geschäftshaus «Union», geplant vom damals jungen Architekten Ernest Brantschen zusammen mit Vater und Sohn Ernst Hänny. Der Stahlbau ist im strengen Raster mit Kunststeinen und Keramik-Brüstungen verkleidet. Im Innern überrascht das Büro- und Gewerbehaus mit einer freistehenden geschwungenen Treppe. Der Künstler Roman Signer hat dort in der obersten Etage ein Kanu an die Decke gehängt, aus dessen Spitze Wassertropfen durch das ganze Gebäude hindurch in die kleine Wasserfläche im Erdgeschoss fallen.

Unter diesem Haus war lange eine Parkgarage geplant, die bis in den Perimeter des angrenzenden Marktplatzes hineinreichen sollte. Doch die Stadtbevölkerung sagte 2011 Nein zur Grossgarage und zur vorgeschlagenen Neugestaltung des Marktplatzes. Die Investoren redimensionierten danach ihr Garagenprojekt und beschränkten sich auf den Perimeter des «Union»-Gebäudes. Die Ein- und Ausfahrten hätten aber öffentlichen und heute baumbestandenen Strassenraum besetzt. Das rief die Schutzverbände auf den Plan. Auch das städtische Amt für Baubewilligungen fand die Eingriffe zu gross und verweigerte eine Baubewilligung. Dagegen reichte die Bauherrschaft Rekurs ein und sagte, sie haben gute Chancen, dass der städtische Behördenentscheid durch den Kanton korrigiert werde.

Trotzdem wurden die Planungen nun abgebrochen und die Rekurse zurückgezogen. Die Helvetia Versicherungen hätten als Grundeigentümerin kein Interesse an einem jahrelangen Rechtsverfahren für ein Projekt, das bei der Bevölkerung auf Ablehnung stosse, lautet die Begründung. Für das «Union»-Gebäude, das bald saniert werden muss, steht auch eine neue Nutzung zur Diskussion: Die Bibliotheken von Stadt und Kanton St.Gallen, die heute provisorisch in der Hauptpost untergebracht sind, sollen an diesen zentralen Standort umziehen. Jetzt sollen statische und räumliche Abklärungen zeigen, mit welchem Aufwand das möglich wird. Klar ist: Auf eine Parkgarage wird verzichtet und das Gebäude soll als Ikone der 1950er-Jahre stehen bleiben.

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