Hinter den Türen im Untergeschoss wurde einst geduscht, in der umgebauten Kaserne sind hier die Musiker untergebracht. (Foto 1986) Fotos: Werner Huber

Die Quartierkaserne

Im Militärschloss regieren Kleingewerbler, aus dem Keller tönt Musik. Ein Blick in die Zürcher Zukunft.

  Donnerstag, 25. Mai 2023, 8 Uhr: Die Maschine zischt und verbreitet einen wohligen Kaffeegeruch im «Wachtlokal». Seit einem halben Jahr jobbt Anna in der Café-Bar gleich beim Kasernenportal. Im Lauf ihrer Schicht zeigt sich das ganze Spektrum an Nutzern, die im Haus ein- und ausgehen. Da-runter ist auch Benno, der seine Tochter Cloé in die Krippe im ersten Stock gebracht hat. Nie hätte er gedacht, dass aus dem düsteren Gemäuer ein so gutes Stück Stadt entstehen könnte. Zuerst das Militär, dann die Polizei — kein Wunder, hatte sich das Gebäude in den Köpfen der Zürcherinnen und Zürcher als Trutzburg eingenistet. Zu Unrecht, wie der Betrieb seit fünf Jahren zeigt. Was bisher geschah  Als die Polizei 2017 
aus der Kaserne und den umliegenden Gebäuden ins Polizei- und Justizzentrum umzog, waren Kanton und Stadt Zürich bereit zusammenzuspannen. Bei den Gesprächen, die seit 2013 geführt wurden, erschallte zuerst der Ruf nach einem «Leuchtturmprojekt», nach Spitzenarchite...
Die Quartierkaserne

Im Militärschloss regieren Kleingewerbler, aus dem Keller tönt Musik. Ein Blick in die Zürcher Zukunft.

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