Kunik de Morsiers Intervention «4x4x4». Fotos: Mirjam Steffen

4x4x4

Das Lausanner Architekturbüro Kunik de Morsier zeigt im Luzerner Kunstraum «PTTH://» eine Intervention aus Dämmstoffen.

Guillaume de Morsier und Valentin Kunik haben ihr Büro 2010 gegründet. Nebst klassischer Architektur interessieren sie künstlerische und recherche-basierte Projekte. So untersuchen sie etwa meteorologische, klimatische und biologische Phänomene und Prozesse. Im Luzerner Kunstraum «PTTH://» zeigen sie mit der Ausstellung «4x4x4» eine Intervention, die sich mit der architektonischen Strukturen des Pavillons auseinandersetzt.

Im Raum angeordnet sind Folien, Spanngurten, Dämmstoffe, Wellkarton: Sie hängen von der Decke, sind vor dem Fenster drapiert oder auf dem Boden ausgelegt – alle Materialien sind Bestandteile des Fassadenbaus. So interpretieren Kunik de Morsier Sloterdijks Sphären-Theorie, mit der er das Haus als dritte Haut des Menschen beschreibt. Im Ausstellungsraum machen die Architekten die normalerweise unsichtbaren Membrane der Fassade sichtbar und ihre Materialität erfassbar – so heisst es bei «4x4x4» für einmal nicht museal «bitte nicht berühren» sondern «anfassen erwünscht».

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