Camper setzt nicht auf grosse Flagship-Stores, sondern auf kleine bis mittelgrosse Läden.

Häberli Konstruktiv

Seit fünfzehn Jahren zeichnet Alfredo Häberli für das mallorquinische Label «Camper» Schuhe und hat Ladenlokale in Paris, Barcelona und Rom entworfen. Nun folgt der erste Shop in seiner Heimatstadt.

Seit fünfzehn Jahren zeichnet Alfredo Häberli für das mallorquinische Label Camper Schuhe und hat Ladenlokale in Paris, Barcelona und Rom entworfen. Nun folgt der erste Shop in seiner Heimatstadt. Die Schuhmacher setzen nicht auf grosse Flagship-Stores, sondern auf kleine bis mittelgrosse Läden. Für das Lokal im Zürcher Niederdorf liess sich Alfredo Häberli von der «Schule des Konkreten» inspirieren, die in den Dreissigerjahren entstand. «Sie hinterliess in der Stadt tiefe Spuren, unter anderem eines der wichtigsten Museen mit dem <Haus Konstruktiv>», sagt der Designer. Er hat die Ästhetik aus praktischen Gründen gewählt: als Trick, um die niedrigen Decken und unregelmässigen Wänden des alten Ladenlokals zu kaschieren. Durch die Abstraktion verbirgt Alfredo Häberli Details, die in neuralem Weiss gestrichen auffallen würden. Zum anderen bildet der Raum einen Kontrast zu den organisch wirkenden Schuhen. Ein weiterer Kniff, um die niedrige Decke zu überspielen sind die Leuchten, die wie Pilze direkt aus dem Sockel wachsen und die Auslage indirekt und direkt beleuchten. 

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