Christa Treschs Bausatzsystem ‹Workit».

Einander verstehen

Christa Tresch hat mit ihrem Bausatzsystem «Workit» den diesjährigen James Dyson Award in der Schweiz gewonnen. Das Visualisierungs- und Kommunikationstool erlaubt es räumliche Skizzen von Produktkonzepten zu erstellen.

Christa Tresch hat mit ihrem intuitiv bedienbaren Bausatzsystem ‹Workit› den diesjährigen James Dyson Award in der Schweiz gewonnen. Das Visualisierungs- und Kommunikationstool erlaubt es mit wenigen Handgriffen, räumliche Skizzen von Produktkonzepten in Originalgrösse zu erstellen. Die Inspiration zu Workit entstand durch den Wunsch nach einem Kommunikationswerkzeug für Ingenieure, das in Kundenmeetings das Demonstrieren unterschiedlicher Lösungen von Produktkonzepten ermöglicht. «Vor allem wenn es darum geht, mit einem Auftraggeber erste Ideen zu generieren, sind Lösungsansätze über die Anordnung und den Aufbau der technischen Komponenten sowie der Benutzungsabläufe schwer kommunizierbar», so die Gewinnerin Christa Tresch. Sie stellte sich der Herausforderung, in Zusammenarbeit mit Helbling Technik, und entwickelte Workit an der Zürcher Hochschule der Künste in ihrer Bachelorarbeit, die mit der Höchstnote ausgezeichnet wurde. Ihr Tool ermöglicht es, die Ideen von Ingenieur und Auftraggeber durch die räumliche Konstruktion zu veranschaulichen. Der Bauraum wird mit einem Draht und einem Biegetool definiert. Je nach Ausgangslage werden die Module (wie etwa Display, Batterie, Schalter, Motor) bestimmt und in die Fassungen gelegt. Diese sind parametrisch aufgebaut und werden mit Rapid-Prototyping hergestellt, sodass das Kit beliebig erweiterbar bleibt. Verschiedene Clips verbinden die Komponenten mit der sogenannten Outline und ermöglichen vielfältige Aufbaumöglichkeiten. Durch das Verbinden der Komponenten mit geraden und gewinkelten Klinkenstreckern lässt sich der Aufbau mittels einer Software zur Simulation ansteuern. ‹Workit› erlaubt es so, innerhalb eines Workshop-Tages, erste Visionen in eine dreidimensionale Skizze zu übertragen und Varianten zu erproben. Es fördert so den früheren Konsens, da die Kommunikation vereinfacht und der Prozess beschleunigt wird. Jurymitglied Dominic Sturm lobt die Erfindung: «Mit Christa Tresch hat sich nun eine Produktdesignerin der oft schwierigen Kommunikation zwischen Auftraggebern, Designern und Ingenieuren angenommen. Das intuitiv bedienbare Visualisierungs- und Kommunikationstool Workit erlaubt es, mit wenigen Handgriffen räumliche Skizzen von Produktkonzepten in Originalgrösse zu erstellen.»

Neben der Siegerin hat die nationale Jury aus den 34 eingereichten Schweizer Projekten vier weitere Projekte für das internationale Finale ermittelt. Diese sind:

‹Mikro Wind Turbine› von Nils Ferber (ECAL): Eine neuartige Alternative zur Generierung von Energie in der Wildnis.
‹COR› von Nils Loos und Andrin Pavlovic (ZHDK): Ein mobiles EKG-Gerät.
‹rescuePHYTON› von Stella Mühlhaus, Monika Bierbaum, Linda Schnorf (ZHdK) und Vincent Seydoux (ETH): Ein Gurtzeug für medizinische Notfälle.
‹Concept 6.1› von Remo Mathys (FHNW): Produktfamilie (Messgerät, Spritze und Pumpe) für eine zukünftige Therapie von Diabetes.

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen