Die Studierenden der HEAD empfingen in einer Milchbar – in Anlehnung an Stanley Kubricks Film ‹Clockwork Orange›.

Der Supersalone setzt ein Zeichen

In Mailand war dieses Jahr vieles anders, kleiner, überschaubarer, entspannter. Zweimal war die Leitmesse der Möbelbranche ausgefallen. Nun fand sie unter dem vielversprechenden Titel ‹Supersalone› statt.

Auf dem stark verkleinerten Messegelände erwartete die Besucher ein neues Ausstellungskonzept: Anstelle der aufwändigen Messestände der vergangenen Jahre wurden die Marken und ihre Neuheiten in einem System aus Sperrholzwänden vorgestellt, das abgebaut, wiederverwendet und recycelt werden kann. Das von dem Architekten Stefano Boeri und seinem Team entwickelte Standkonzept erinnerte an grossformatige Regale. Je nach Budget konnten die Firmen verschiedene Längen mieten. Statt üppiger Inszenierungen auf grosser Fläche galt es, klug auszuwählen, welche Neuheiten man zeigen, welche Botschaft man senden wollte.  Als einziger Schweizer Hersteller hatte der Polstermöbelhersteller de Sede einen Messestand gebucht. Das Unternehmen präsentierte sich mit vier Neuheiten, darunter das skulpturale Ecksofa ‹DS-707› von Philippe Malouin in einem Bezug von Raf Simons und das modulare Sofa ‹DS-602› als neue Variante des legendären ‹Tatzelwurms›. «Kurzweilig, offen und unkompliziert – so lässt sich die Atmosphäre am Supersalone beschreiben. In vielen Gesprächen wurde deutlich, wie sehr die persönliche Kommunikation gefehlt hat. Das Konzept zeigt, dass diese etwas andere Messeform zukünftig erfolgsversprechend sein könnte», erklärte de Sede-CSO Denis Dünki. Neu war auch die Option zum direkten Kauf. So konnte das Publikum die Veranstaltung während der ganzen Woche besuchen, und zum ersten Mal konnten die Hersteller ihre Produkte direkt auf der Messe verkaufen. ###Media_2### Spiegelsäle und versteckte Showrooms Stärker vertreten als auf dem Messegelände waren Schweizer Designer und Hersteller auf den Fuorisalone, dem traditionellen Begleitprogramm der Messe. 200 Veranstaltungen insgesamt waren dieses Jahr über die Stadt verstreut. In der Brera, etwas versteckt in der Seitenstrasse Via del Carmine, präsentierte Christ...
Der Supersalone setzt ein Zeichen

In Mailand war dieses Jahr vieles anders, kleiner, überschaubarer, entspannter. Zweimal war die Leitmesse der Möbelbranche ausgefallen. Nun fand sie unter dem vielversprechenden Titel ‹Supersalone› statt.

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