Der vierte Streich: im Militärzelt Fotos: zVg

Atelier Pfister, die vierte

Die vierte Edition der Kollektion Atelier Pfister wurde gestern aus der Taufe gehoben. Drei grosse Militärzelte boten einen erstaunlich gemütlichen Rahmen für die Präsentation der neuen und weiterentwickelten Produkte.

Die vierte Edition der Kollektion Atelier Pfister wurde gestern aus der Taufe gehoben. Drei grosse Militärzelte boten einen erstaunlich gemütlichen Rahmen für die Präsentation der neuen und weiter entwickelten Produkte. In den dunklen Zelten, die im Galerie-Restaurant G27 aufgestellt waren, kam so etwas wie nomadisches Feeling auf. Vor allem in dem Zelt, in dem Claudia Caviezel ihre Teppiche Surava zeigte. Für die Kollektion lässt sie in Zentralanatolien alte Teppiche einfärben und von flinken Händen neue Muster einknüpfen. Sowieso, das textile Schaffen prägt auch die vierte Edition: Neue Bettwäsche, ein Vorhang und Zierkissen von Claudia Caviezel, Vorhänge von Annette Douglas gehören dazu. Selbst die beiden Möbelentwürfe von This Weber wirken in dem Zusammenhang textil: für die Leuchte Watt wird in einem Rotationsverfahren heller, transluzenter Kunstharz um ein geschweisstes Gestellt gewickelt - ein Verfahren, das unter dem Namen Cocooning nach dem 2. Weltkrieg entwickelt wurde um nicht mehr gebrauchte Schiffe einzumotten. Achille Castiglioni nahm es Ende der Fünfzigerjahre auf und entwickelte daraus Leuchten für Flos. In einer hohen und einer niederigen Version sind zwei Stehleuchten erhältlich, weitere Modelle sollen folgen.
Cocooning im übertragenen Sinn erlaubt auch This Webers kompakter Hochlehner Balm, dessen clever geformtes Gestell mit Integralschaum überzogen wird. Vielleicht liegt der Eindruck auch daran, dass mit Niels Blättler ein ausgewiesener Teppichspezialist die Geschicke der Kollektion auf Seite Pfister betreut. Die Devise: Was sich am Markt durchgesetzt hat, wird weiterentwickelt - wie der Schalenstuhl Wila von This Weber, der nun auch in einer Version mit Lederüberzug herausgegeben wird, der Sessel Weesen von Andreas Bechtiger oder Claudia Caviezels Sofaserie Riom, aus dem nun auch ein Bett entstand.

Die reichhaltige Kollektion gab über die letzten drei Jahre genug her, einzelne Teile zu vertiefen, verbessern und weiter zu entwickeln. Das soll so weitergehen: Kurator Alfredo Häberli und CEO Meinrad Fleischmann sind überzeugt, dass sich die Gemeinde nächstes Jahr wieder treffen wird – am selben Ort, zur selben Feier.

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