Christa de Carouge vergangenen Frühling in ihrer Wohnung im Zürcher Seefeld – aufgenommen für die Rubrik «Rückspiegel» in Hochparterre 4/17. Fotos: Urs Walder

Adieu Christa

Die 81-Jährige Christa de Carouge hat die Schweizer Mode über Jahrzehnte geprägt. Im November erst hat das Kunsthaus Zug eine Retrospektive zu ihrem Werk eröffnet. Gestern nun ist die Modeschöpferin nach kurzer aber schwerer Krankheit überraschend gestorben. Adieu Christa, danke für Deine Courage!

Christa de Carouge wurde 1936 in Basel als Christa Furrer geboren. Nach der Kunstgewerbeschule in Zürich fand sie über die Grafik zur Mode und eröffnete 1978 im Genfer Vorort Carouge ihren eigenen Laden. Anfang der Achtzigerjahre präsentierte sie ihre ersten ganz in Schwarz gehaltene Kollektion und eröffnete ihr Ateliergeschäft in der Mühle Tiefenbrunnen. «Schwarz ist immer anders, hat so viele Facetten. Am schönsten ist ein Mustermix aus verschiedenen Schwarztönen. Bereits meine erste Kollektion 1983 entwarf ich radikal. Meine strenge Ausbildung zur Grafikerin bei Johannes Itten an der Kunstgewerbeschule Zürich hat mich geprägt. Kreis, Dreieck, Rechteck, Quadrat. Daraus entwarf ich alle Schnittmuster. Kein Firlefanz!»,  sagte die Modedesignerin in der Rubrik «Rückspiegel» in Hochparterre 4/17. Die 81-Jährige Christa de Carouge hat die Schweizer Mode über Jahrzehnte geprägt. Vor drei Jahren vermachte sie all ihre Schnittmuster Deniz Ayfer. Im November erst hat das Kunsthaus Zug eine Retrospektive zu ihrem Werk eröffnet, die noch bis 18. Februar zu sehen ist. Nun ist die Modeschöpferin in der Nacht auf Mittwoch nach kurzer aber schwerer Krankheit überraschend gestorben. Adieu Christa, danke für Deine Courage!

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