Über Putz. Oberflächen entwickeln und realisieren.

Putz auf Papier

Sand, Kalk und Wasser — zusammengerührt ergeben sie Putz. Im schön gestalteten und handlichen Buch «Über Putz» lernt man viel über diese Mischung, eine Handwerkskunst, die Untergründe veredelt, überspielt und überformt.

Wir finden hier Beispiele des Prager Kubismus, der Villa Savoye oder von Engadiner Häusern. Heute ist Putz in der teilindustrialisierten Baukultur kaum mehr gefragt. Früher kamen arbeitsintensive Konstruktionen aus günstigem Material zum Einsatz. Heute sind teure, vorkonfektionierte Materialien mit kurzer Verarbeitungsdauer billiger. Fünfzehn zeitgenössische Bauten und die verwendeten Putzarten werden eingehend beschrieben. Interviews, etwa mit dem Architekten Andreas Hild oder dem Sumpfkalkspezialisten Ruedi Krebs, vermitteln praktisches Wissen. Putz sei derzeit kaum ein Thema im Architekturstudium, schreibt Annette Spiro. Man lerne lediglich, an der betreffenden Stelle im Schnittplan einen Strich zu zeichnen. Den Studierenden und den Architekten liegen nun als Anregung ein eindrückliches Glossar, Putzrezepturen sowie ein Plakat mit 79 nach Oberflächenstruktur und -behandlung sortierten Putzen vor.

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