Berge entstehen — Berge vergehen

Freie Sicht aufs Mittelmeer

Das Buch «Berge entstehen — Berge vergehen» ist eine Sehschule für Landschaft — Erhebungen und Hügel, Urwaldstücke und skurrile Formationen erhalten Begründungen.

Gestaltung von Natur, so lernen wir, sei vorzügliche Kulturarbeit des Menschen und das Gärtnern ihre Königsdisziplin. Denn so wie wir die Umwelt gestalten, so wird die Welt. Nun ist es in Tat und Wahrheit so, dass die Natur sich darum wenig kümmert und ungefragt in grossem Massstab Gestaltung in die Welt setzt — zum Beispiel mit Bergstürzen und Felsabbrüchen. Ihnen steigt Elsbeth Flüeler nach und bringt von ihren Erkundungen ein Wanderbuch zurück. Sie schildert mit Geschichten und teils grossartigen Bilderfunden zehn Grossereignisse, erklärt, wie Felsabbrüche

Pflanzengesellschaften verändern, wie sie Sagen gestiftet oder Raumplanung beeinflusst haben.

Das Buch ist eine Sehschule für Landschaft — Erhebungen und Hügel, Urwaldstücke und skurrile Formationen erhalten Begründungen. Und das Buch ist eine Lektion in Demut: Denn die Faltung der Alpen war vor 1,5 Millionen Jahren fertig. Und es dauert noch einmal so lange, bis dank Bergstürzen der Schlachtruf der letzten Kulturrevolution der Schweiz um 1980 erhört wird: «Nieder mit den Alpen, freie Sicht aufs Mittelmeer!»

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