Mieten-Martas «aktivistisches Rechercheprojekt», zu sehen und lesen noch bis 2. April in der Zentralwäscherei Zürich.

Mieten-Martas Ansage

Eine «dringende Ausstellung für das Recht auf Wohnen» legt Fakten und Postulate zur Wohnsituation in Zürich vor. Zu sehen und lesen ist sie noch bis Sonntag, 2. April, in der Zentralwäscherei Zürich.

Mieten-Marta ist es ernst. So kann's nicht weitergehen, ist kurz gefasst der Schluss aus ihrer Ausstellung zur Situation beim Wohnen und Mieten in Zürich. Mieten-Marta ist Wohnraum-Kolumnistin und -Aktivistin sowie Anlaufstelle, und ihr Name lässt an die «Liebe Marta» im Blic denken, die einst die Sexnöte der Nation therapierte. Seit einiger Zeit schon kümmert sich Mieten-Marta, hinter der mehrere Autor*innen stecken, um Wohnungsnot und Wohnungsnöte. Ihre Ausstellung, die noch bis Sonntag, 2. April, in der Zürcher Zentralwäscherei zu sehen und vor allem zu lesen ist, preist Marta als «dringend» an. Liest man die Zahlen und Fakten, die für die Schau zusammengetragen wurden, so stimmt's. Humus für mehr Marta hat sich gründlichst informiert, und sie packt alle Themen an – Boden, Raum, Geld und Gesellschaft. Plakate mit Vorurteilen, die widerlegt werden, mit Hintergründen und Postulaten formen die Mitte der Installation. «In Zürich findet das Gegenteil von «sozialer Durchmischung» statt», steht über einem Plakat. Oder: «In der Schweiz gibt es per Gesetz keinen freien Immobilienmarkt, sondern einen Renditedeckel.» Und als Fazit: «Die aktuellen politischen Lösungen gehen zu wenig weit.» Um die Plakate herum sind verschiedenste frische Ideen, Anträge, Gesänge, Bilder, Spiele und Projekte zur Wohnfrage zu sehen von Leuten meist unter 35 Jahren. Gesammelt und geschrieben hat Mieten-Marta nicht allein. Sie hat sich vermehrt. Die Liste der an Recherche und Projekten beteiligten Kollektive und Engagierten ist eindrücklich. Und wer an der Vernissage in die agile Runde schaute, gewann den Eindruck, dass wohl bald noch mehr zum Thema folgen wird. Mieten-Martas «aktivistisches Rechercheprojekt» könnte den Humus liefern für eine nächste Initiative zum Grundbesitz....
Mieten-Martas Ansage

Eine «dringende Ausstellung für das Recht auf Wohnen» legt Fakten und Postulate zur Wohnsituation in Zürich vor. Zu sehen und lesen ist sie noch bis Sonntag, 2. April, in der Zentralwäscherei Zürich.

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