Welche Geschichte?

Welche Architekturgeschichte?

Vom Freitag, 11. November bis zum Sonntag 13. November 2011 findet in der Bibliothek Werner Oechslin das fünfte Architekturgespräch statt. Es widmet sich der Frage nach dem Geschichtsverständnis der Modernen Architektur.

Vom kommenden Freitag, 11. November bis zum Sonntag 13. November 2011 findet in der Bibliothek Werner Oechslin das fünfte Architekturgespräch statt. Es widmet sich der Frage nach dem Geschichtsverständnis der Modernen Architektur. «Die Moderne hat zwar immer wieder versucht, die Geschichte auszublenden oder sie gar zu überwinden», schreibt Werner Oechslin in seiner Einführung. «Aber natürlich hat sie ihre eigene Geschichte nicht nur gehabt, sondern sie auch geformt, als eine ‹neue Tradition›, wie bei Giedion, oder als ‹neuer Stil›, wie das 1932 mit ‹International Style› geschah. Meist stand dabei die eigene, sich selbst in den Mittelpunkt stellende Darstellung im Vordergrund. Mehr noch, jene Geschichtsauffassung einer ‹inner history› war und ist so stark, dass sie bis heute den Rest zu verdrängen scheint. Nur Spezialisten kümmern sich um die Geschichte vor Le Corbusier und Gropius. Semper, Borromini und Bramante erscheinen in gleichem Masse weit entrückt. Und schlimmer, was entrückt ist, wird musealisiert oder aber ‹mythologisiert›, und man weiss nicht, welcher Weg der weniger verwerfliche ist.
Ist das bloss ein Versehen, ein unbekümmertes Übersehen, Folge einer Nachlässigkeit? Oder haben wir doch ein Problem mit unserem Langzeitgedächtnis und fürchten uns vor allzu andersartigen, in der Zeit zurückliegenden Phänomenen?»

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