Theo Hotz (1928–2018) Fotos: Franco P. Tettamanti

Theo Hotz (1928–2018)

Am letzten Montag, 19. März ist Theo Hotz im Alter von 89 Jahren gestorben. In siebzig Berufsjahren realisierte er weit über hundert Bauten, darunter etliche Meilensteine der Schweizer Architektur.

Am letzten Montag, 19. März ist Theo Hotz im Alter von 89 Jahren an seinem Wohnort in Meilen gestorben, wie das Büro Theo Hotz Partner Architekten heute mitteilte.

Theo Hotz, geboren am 2. August 1928, eröffnete nach dem Abschluss einer Hochbauzeichnerlehre Ende der 1940er-Jahre sein eigenes Architekturbüro in Zürich und realisierte seither weit über hundert Bauten. Seine solide architektonische Basis erarbeitete er sich als Autodidakt. Schon früh schuf er Werke, die in der Fachwelt gewürdigt wurden. Dazu gehören die Bezirksschule in Wettingen und das Hotel Astoria in Luzern (beide 1957) und das Verwaltungsgebäude der ehemaligen PTT-Generaldirektion in Bern (1970).

Weit herum bekannt wurde Theo Hotz 1978 mit dem Fernmeldebetriebszentrum III in der Herdern, das mit seiner glänzenden Aluminiumfassade und den gelben Lüftungsrohren die Einfahrt nach Zürich markiert. Für das 1985 fertiggestellte Paketverteilzentrum Mülligen (heute Briefzentrum) erhielt er 1988 vom American Institute of Architects den R.S. Reynolds Memorial Award. 1998 verlieh ihm die ETH die Ehrendoktorwürde.

Weitere Hotz-Bauten sind das Verwaltungsgebäude an der Thurgauerstrasse 56, das Wohnhaus an der Schneckenmannstrasse 25, die Geschäftshäuser Apollo, Feldpausch und Löwenplatz – alle in Zürich. In St. Gallen realisierte er Bauten für die Empa, in Winterthur für die städtischen Werke und in Baden und Zürich-Oerlikon Gebäude für die ABB. Theo Hotz war aber auch ein leidenschaftlicher Kunstsammler und ein ebensolcher Gesprächspartner und Referent. Zusammen mit seiner Frau Elsa förderte er Nachwuchstalente.

2011 übergab Theo Hotz die Leitung des Büros an die langjährigen Partner Stefan Adler, Peter Berger und Robert Surbeck. Diese führen unter dem Namen Theo Hotz Partner sein Werk fort. So wurde vor wenigen Jahren der Hauptbahnhof Wien fertiggestellt, das Polizei- und Justizzentrum des Kantons Zürich PJZ ist zurzeit im Bau. Als Reisestipendium für angehende Architektinnen und Architekten der ETH Zürich wird dieses Jahr erstmals der THEO-Förderpreis verliehen.

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