Ein Preis ging an Wolfgang Rossbauer mit Moritz Häberling. Fotos: Bundesamt für Kultur

Swiss Art Awards 2013

Die Eidgenössische Kunstkommission wählte aus 528 Einsendungen 20 Preise, darunter 2 für Architektur: an BUREAU A aus Genf und Wolfgang Rossbauer mit Moritz Häberling aus Zürich/Kappel am Albis. Spektakuläre Objekte waren in der Überzahl. Ein Makel des Preises?

Alle Jahre wieder. Die Eidgenössische Kunstkommission wählte aus 528 Einsendungen 20 Preise, darunter 2 für Architektur: an BUREAU A aus Genf (Daniel Zamarbide und Leopold Banchini) und Wolfgang Rossbauer mit Moritz Häberling aus Zürich/Kappel am Albis. Eine Architektur vermittelnde Person wurde dieses Jahr nicht ausgezeichnet. Hier alle Preisträger. Alle Jahre wieder das gleiche Verfahren: Künstler wie Architekten bewerben sich mit einer Dokumentation ihres bisherigen Werks. Weniger als ein Achtel von ihnen erhalten eine Einladung, parallel zur Art Basel ein Werk auszustellen. Architekten müssen diese Aufgabe installativ lösen. Drum fragen wir uns alle Jahre wieder: Fördert man mit diesem Vorgehen nicht eine bestimmte Art von Architekten, nämlich diejenigen, die sich als Künstler verstehen, die es gelernt haben, eine Idee zu verfolgen und in ein spektakuläres Objekt zu übersetzen? Dass einige der Bewerber in der zweiten Runde aus dem Dunstkreis Valerio Olgiatis oder Christian Kerez stammen, deutet darauf hin. Auch die fünf Tonnen schwere Installation von Rossbauer/Häberling. Aus dem Tragverhalten von zwölf Tetraedern und fünf Stahlplatten schichten sie ein übermannshohes, räumlich faszinierendes Raumgebilde. Anders die Sieger aus Genf: Ihre weisse Gitterplastik mit weisser Maus (inzwischen entfernt) ergänzen sie mit einem kleinen Heftchen, das den Hintergrund erklärt. Die Diskussion um die Erweiterung des Genfer Problem-Gefängnis Champ-Dollon nehmen sie zum Anlass die gesellschaftliche Rolle der Architekten zu befragen: Darf man eine solche Bauaufgabe ablehnen? Für Andreas Reuter, dem einzigen Architekten in der Eidgenössischen Kunstkommission (neben den beratenden Experten Geneviève Bonnard und Peter Sigrist), ist dieser Beitrag Beleg dafür, dass das Verfahren der Swiss Art Awards auch für die Architektur Sinn macht. «Warum und wie jemand über Architektur ...
Swiss Art Awards 2013

Die Eidgenössische Kunstkommission wählte aus 528 Einsendungen 20 Preise, darunter 2 für Architektur: an BUREAU A aus Genf und Wolfgang Rossbauer mit Moritz Häberling aus Zürich/Kappel am Albis. Spektakuläre Objekte waren in der Überzahl. Ein Makel des Preises?

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