Am Ufer des Vierwaldstättersees sollen Stelen mit bedrucktem Glas und verborgener Photovoltaik für die Sonnenenergie werben.

Solarkitsch und Solarkunst

Solartechnik ist unter Architekten noch immer ungeliebt. Um das zu ändern machen Forschende sie ‹unsichtbar› und möchten sie am liebsten nicht mehr beim Namen nennen. Eine gute Sache treibt skurrile Blüten.

Wie jedes Jahr im Herbst füllten Anfang Woche Hautspezialisten das Kongresszentrum Kursaal in Bern – nicht Mediziner, sondern Baufachleute und Forscherinnen in Sachen ‹Advanced Building Skins›. 150 Vortragende aus 30 Ländern bestritten zwei Tage lang zwei Dutzend Panels, zeigten Projekte und Performances, die alle irgendwie ‹smart›, ‹responsive› oder mindestens ‹active› waren. Zwei dieser Panels widmeten sich allein dem Integrieren von Solartechnik in Gebäuden. Und zwar meistens so, dass man sie nicht sieht. Farbschichten dienen dazu, die ungeliebten schwarzen oder blauen Quadrate zu verbergen, ob aufs Trägerglas gedruckt, als «photonische Pigmentschicht» oder mit Nanotechnologie. Eine Forscherin aus den Niederlanden zeigte, wie ihre Nanoschicht Gläser nur in einem bestimmten Winkel farbig erscheinen lässt: Der Fussgänger sieht das Dach rot, zu Himmel und Sonne allerdings ist es völlig transparent und keine Farbe bremst die Effizienz der Photovoltaik. Das sind die Knackpunkte, an d...
Solarkitsch und Solarkunst

Solartechnik ist unter Architekten noch immer ungeliebt. Um das zu ändern machen Forschende sie ‹unsichtbar› und möchten sie am liebsten nicht mehr beim Namen nennen. Eine gute Sache treibt skurrile Blüten.

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