Kulturbotschaft: SIA fordert Einbezug der Baukultur

Vergangene Woche hat der Bundesrat die Botschaft zur Förderung der Kultur für die nächsten vier Jahre verabschiedet. Die erste Kulturbotschaft regelt die strategische Ausrichtung der Kulturförderung des Bundes und deren Finanzierung in einem eigenen Gesetz. Der SIA begrüsst diesen längst fälligen Schritt, bemängelt aber, dass der Bundesrat die Förderung der zeitgenössischen Baukultur in der Vorlage nicht berücksichtigt.

«Das kann und darf sich die Schweiz nicht leisten», sagt SIA-Präsident Daniel Kündig. Die Vorlage müsse eine schweizerische Baukultur-Politik definieren. Der SIA fordern das Parlament deshalb auf, «die Kulturbotschaft um eine entsprechende Gesamtstrategie zu ergänzen, welche die Baukultur und damit die kulturelle Vielfalt des Landes stärkt», so Kündig. Konkret will der SIA im Gesetz eine ständige Fachkommission für zeitgenössische Baukultur sowie einen eidgenössischen Preis für baukulturelles Schaffen verankern. Dazu soll die Vermittlungsarbeit durch einen periodischen Bericht zur Baukultur und die finanzielle Unterstützung von «Spacespot», einem Verein zur Sensibilisierung für den gestalteten Lebensraum, gefördert werden.

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