Nicht als Solarliebhaber bekannt: Professor Miroslav Šik an einer Zwischenkritik, umgeben von Studierenden und Häusern mit Solarfassaden. Fotos: Niklaus Spoerri

Ganz normale Solarhäuser

Jahrelang war Solararchitektur an der ETH abwesend. Nun aber zeigt die Professur mit dem konservativsten Ruf, wie aufregend alltäglich Fotovoltaik aussehen kann.

Axel Fickerts Schnauzbart zittert. «Hier gehts doch um Architektur! Stattdessen reden wir über Solarzellen.» Der Zürcher Architekt ist Gastkritiker an der ETH wie an Dutzenden Schlusskritiken zuvor. Studierende von Miroslav Šik präsentieren ihre Semesterarbeiten, bürgerliche Wohnhäuser in Zürich-Enge, alles wie gehabt. Nur etwas ist anders: Sie mussten Solartechnik integrieren. Zwingend. Und zwar nicht versteckt hinter Dachrändern, sondern als Fassade, die Häuser prägend. Viele Oberflächen sehen aus wie Keramik, einige wie Eternitplatten oder -schindeln, manchmal spannen sie sich wie eine Glashaut übers Volumen. Der echauffierte Gastkritiker kann es kaum glauben, dass man hier, auf dem Hönggerberg, beim Entwurf über Energie redet. «PV? Was bitte ist das?» Ein paar Studenten später wandelt sich die Stimmung. Der Gastkritiker hat verstanden, dass er an dem Thema heute nicht mehr vorbeikommt. Langsam beginnt es, ihn zu interessieren. Aus dem Problem wird eine Herausforderung. Und die kitzel...
Ganz normale Solarhäuser

Jahrelang war Solararchitektur an der ETH abwesend. Nun aber zeigt die Professur mit dem konservativsten Ruf, wie aufregend alltäglich Fotovoltaik aussehen kann.

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