So soll die Erweiterung des Landesmuseum dereinst aussehen: Blick vom Platzspitzareal auf das Projekt von Christ & Gantenbein. Fotos: Architron

Erweiterung Landesmuseum zum Zweiten

Am 13. Februar 2011 stimmt der Kanton Zürich über den finanziellen Beitrag zum Erweiterungsprojekt des Landesmuseums ab. Die Befürworter zeigen neue Visualisierungen.

Am 13. Februar 2011 stimmt der Kanton Zürich über den finanziellen Beitrag zum Erweiterungsprojekt des Landesmuseums ab. Der Bund hat seinen Beitrag von 76 Millionen Franken bereits 2008 gesprochen. Letztes Jahr hat auch die Stadtzürcher Bevölkerung die städtische Beteiligung von 10 Millionen Franken mit 54 Prozent gutgeheissen. In zwei Wochen nun sollen die 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefond vom Volk abgesegnet werden. Obschon alle Kantonsparteien Ja sagen, befürchten die Befürworter ein knappes Resultat und veröffentlichen neue Visualisierungen des Erweiterungsbaus. Darauf präsentieren sie den Anbau deutlich weniger abstrakt als noch bei der letzten Abstimmung. Die Gegner hingegen zeigen weiterhin nur ein gesichtsloses Volumen, diesmal aber in dunklem Grau statt in feurigem Rot und mit richtigem Schattenverlauf.

Kommentare

Bauchef 02.02.2011 09:33
Auch wenn die Visualisierungen nun in einem gmögigen Sommergelb und mit Bäumchen kaschiert daherkommen: Das Ding ist und bleibt ein gestalterischer Klotz, der dem Gullschen Märchenschloss in die Rippen haut. Beim typischen Zürcher Wetter, das oft zwischen Nieselregen und stahlgrauem Himmel hin- und herschwappt, kann man sich etwa vorstellen, was uns dann bald bei einer Annahme für ein Monster blüht.
Wasserantrieb 02.02.2011 14:57
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Bauchef 07.02.2011 20:08
«Stimmige Identität». Wenn ich das schon höre! Das ist, mit Verlaub, billiges Marketinggewäsch. Der Klotz bleibt allen Renderings zum Trotz ein das Gullsche Stadtschloss bedrängendes Teil. Geht man nach Paris, sieht man, wie subtil und doch zeichenhaft Leute wie Pei die Infrastruktur verbesserten, ohne die historischen Gebäude derart brutal zu bedrängen, wie man das in Zürich vorhat. Auf der Berliner Museumsinsel wird aktuell ein symbiotisches Bauwerk geschaffen, das geschickt die verschiedenen Bauwerke miteinander verwebt. Das «Alt gegen Neu» -Getöse gehört ins letzte Jahrtausend. Solche Projekte machen sich gut in den Portfolios der zuständigen Entwerfer - als gebaute Monster haben sie in Zürich nichts verloren.
Bauchef 13.02.2011 17:24
Ich bin nach wie vor nicht vom Projekt überzeugt. Die Mehrheit hat aber entschieden. Deshalb gilt: Gratulation zur gewonnenen Abstimmung!
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