Diskutierten über Cluster versus klassisch: Architekt Marcel Baumgartner, Schulleiter Götz Arlt, Hochparterre-Redaktor Roderick Hönig, Sabine Schärer vom Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt und Matthias Roth von Stücheli Architekten.

«Die perfekte Schule gibt es nicht»

An der Vernissage von Hochparterres Themenheft diskutierten Fachleute in Basel, ob Cluster oder Klassenzimmer zur besseren Schule führen. Das Fazit: Welche Architektur ist gar nicht so wichtig.

An der Vernissage von Hochparterres Themenheft diskutierten gestern Architekten und Pädagogen in Basel darüber, ob Cluster oder Klassenzimmer zum besseren Schulhaus führen. Das Fazit: Welche Architektur ist gar nicht so wichtig.60 Kinder in einem Raum, jedes an seinem eigenen, kleinen Arbeitsplatz: So sehen die Lernateliers im Schulhaus Sandgruben in Basel aus. Und so sieht der Kanton Basel-Stadt die Zukunft des Schulhauses, in die er bis 2022 790 Millionen Franken steckt. Was das für den Unterricht und für die Architektur bedeutet, zeigt das Themenheft auf, das Hochparterre gestern in Basel lancierte. «Eigentlich sei das nichts Neues», sagte Matthias Roth von Stücheli Architekten, die das Sandgrubenschulhaus erweitert haben. Klassenübergreifenden Unterricht kenne er aus seiner eigenen Schulzeit. Ganz so einfach ist es selbstverständlich nicht. Damit das individuelle Lernen klappt, müssen die Lehrer dazulernen. «Sie haben neu zwei Berufe», erklärte Götz Arlt, einer der Schulleiter vom Sandgruben: Sie sind Lehrer und sie sind Begleiter oder Coach. Für Arlt ist klar: Das Schulmodell funktioniert. «Und falls es sich doch nicht bewährt, können wir das Schulhaus umbauen», ergänzte Sabine Schärer vom Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt. Der Grundriss ist vorbereitet dafür.Der Architekten Marcel Baumgartner, der mit seinem Büro in den letzten Jahren mehrere Schulhauswettbewerbe gewonnen hat, interessiert sich nicht für pädagogische Konzepte. «Als Architekt frage ich mich: Wie bilde ich gute Räume?» Er verglich die Schule mit einer Jugendstilwohnung: gut proportionierte Räume, die verschiedene Nutzungen zulassen. Die Basis seiner Entwürfe ist darum das Klassenzimmer. Die Lernateliers im Sandgruben erinnern Baumgartner an Büroräume. «Unsere Grundrisse sehen nach Schule aus.» Trotz aller Unterschiede, eine Konstante gibt es: die Gruppenräume. Häufig seien ...
«Die perfekte Schule gibt es nicht»

An der Vernissage von Hochparterres Themenheft diskutierten Fachleute in Basel, ob Cluster oder Klassenzimmer zur besseren Schule führen. Das Fazit: Welche Architektur ist gar nicht so wichtig.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?