Charles Pictet: Architekt in Genf, Professor in Paris, Mitglied des Zürcher Baukollegiums.

Der Okzident am Ende des Selfiesticks

Charles Pictet ist Architekt in Genf. Sieben seiner Baustellen stehen still. Ein Gespräch über Cashflow und Akquisestopp, über kollektive Meditation und Hysterie.

Anruf bei Charles Pictet. Es klappt etwas später als geplant, weil der Genfer Architekt noch beim Picknicken war, den Rücken an einer alten Trockensteinmauer der Unesco-Weinhänge gelehnt, irgendwo zwischen Lausanne und Montreux. «Eine gute Alternative zum Business-Lunch und um etwas Freundlichkeit in diese Zeit zu bringen», sagt er. Und dann beginnen wir beim Büroalltag und enden bei Wabi-Sabi. Ungefähr so: Charles, in der Voice-Message sagtest du, dein Büro sei noch immer offen. Wie macht ihr das? Das Büro ist gross genug. Zwei besonders gefährdete Mitarbeiter arbeiten von daheim aus, ansonsten haben wir die Tische weit auseinander gestellt und versuchen, die nötige Vorsicht walten zu lassen: keine Tassen teilen, Hände waschen, Desinfektionsmittel et cetera. Anfangs war Nervosität in der Luft und beinahe eine Atmosphäre des Aufstands als ich das Büro nicht schliessen wollte: Ich als Kapitalist, bereit die Leben der anderen für den Profit zu opfern. Aber dann haben wir viele Stunden diskutier...
Der Okzident am Ende des Selfiesticks

Charles Pictet ist Architekt in Genf. Sieben seiner Baustellen stehen still. Ein Gespräch über Cashflow und Akquisestopp, über kollektive Meditation und Hysterie.

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