Christoph Luchsinger, 1954–2019 Fotos: studiorural.at

Der letzte Renaissance-Mensch

Christoph Luchsinger ist tot. Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb der Luzerner Architekt und Lehrer am 6. November 2019 kurz nach seiner Emeritierung an der TU Wien mit nur 65 Jahren.

Als ich Anfang der Neunzigerjahre in Deutschland studierte, waren die Hefte von Werk, Bauen + Wohnen mein Draht zur Schweiz. Von 1990 bis 1999 bestand die Redaktion aus Ernst Hubeli und Christoph Luchsinger. Letzterer nahm vor allem dann kein Blatt vor den Mund, wenn er aktuelle Wettbewerbsergebnisse besprach. So trat er manche, unschweizerisch offene Diskussion über die ‹Swiss Box› los. Im Dezember 1999 schrieben die beiden abtretenden Redaktoren ins Editorial: «Das einzigartige Architekturobjekt kann heute nicht mehr Gegenstand der Architekturkritik sein.» Der grössere Massstab und das, was wir später die ‹Agglo› genannt haben – sie wurden zum Kern der Auseinandersetzung im Büro von Max Bosshard und Christoph Luchsinger. Und auch in dessen Lehre, die als Assistent von André Corboz und am Institut für Geschichte und Theorie gta startete, ihn dann über die ZHAW in Winterthur, als Gastlehrer an die ETH Zürich über Ljubljana und Graz führte, bis ihn schliesslich 2009 die TU Wien als Profes...
Der letzte Renaissance-Mensch

Christoph Luchsinger ist tot. Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb der Luzerner Architekt und Lehrer am 6. November 2019 kurz nach seiner Emeritierung an der TU Wien mit nur 65 Jahren.

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