Bis ins letzte Detail konsequenz durchbuchstabiert: Lesesaal des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums in Berlin. Fotos: zVg, © Stefan Müller, Berlin

Der Konsequente

Das Architekturforum Zürich blickt auf 30 Jahre Max Dudler zurück. Die Ausstellung macht deutlich, mit welcher Konsequenz der Architekt seine Entwürfe vom Städtebau bis zum Stuhl durchbuchstabiert.

Das Architekturforum Zürich blickt auf 30 Jahre Max Dudler zurück. Es zeigt das Schaffen des Architekten in drei Teilen. Den Auftakt machen feine Handzeichnungen aus den 80er- und 90er-Jahren. Die Axonometrien und Pläne erklären die Logik, mit der seine Gebäude aufgebaut sind. Grosse Holzmodelle zeigen den rechten Winkel, der Dudlers Fassaden dominiert. Im letzten Abschnitt überrascht die Schau mit riesigen Fotografien von Stefan Müller. Sie reichen bis zur Decke und lassen einen die Bauten praktisch eins zu eins erfahren. Die Bilder zeigen den gebrochenen Sandstein der Erweiterung des Hambacher Schlosses. Sie fangen die Symmetrie des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums in Berlin ein. Und sie veranschaulichen, wie selbstbewusst Dudler Zürich an der Europaallee erweitert. Unaufgeregt stehen die Bauten in der Stadt, nicht für die Touristen, sondern für ihre Bewohner. Die Ausstellung macht deutlich, mit welcher Konsequenz Dudler seine Entwürfe vom Städtebau bis zum Stuhl durchbuchstabiert. Wer noch mehr erfahren will, setzt sich an den Tisch aus seiner Möbelserie «Black Monday» und blättert in der Monographie, die eben bei Electa erschienen ist. Der Wälzer präsentiert über 500 Projekte des Architekten, dessen Bauten wirken, als wären sie schon immer da.

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