Die Axonometrie zeigt rot markiert die wichtigsten Parameter in der Fassade auf, um Gebäude im Sommer kühl zu halten.

Bereit für heisse Tage

Künftig wird es in der Schweiz wärmer. Was heisst das für die Architektur? In einem Merkblatt fasst die HSLU elf konkrete Tipps für den Entwurf zusammen, vom Fensteranteil bis zu beschattenden Auskragungen.

2021 ist der Sommer in der Schweiz ausgefallen. Doch künftig wird es auch hierzulande wegen der Klimaerwärmung heisser. Eine Studie der Hochschule Luzern zeigt auf, worauf Planende und Bauherrschaften achten müssen. «Noch immer richtet sich die Architektur der Schweiz zu sehr darauf, Wohnungen im Winter angenehm und energieeffizient zu machen», sagt Gianrico Settembrini, der die Forschungsgruppe Nachhaltiges Bauen und Erneuern an der HSLU leitet. Es sei jedoch entscheidend, dass Gebäude mit Klimadaten der Zukunft geplant werden und nicht wie heute mit solchen, die auf vergangenen Werten beruhen. Und das heisst: Die Kühlenergie wird künftig wichtiger. Vor allem die Sonneneinstrahlung auf der Fassade ist entscheidend dafür, wie stark ein Gebäude sich aufheizt. Das Merkblatt «Bereit für den Klimawandel?» fasst elf konkrete Tipps für den Entwurf zusammen, vom Fensteranteil über den Sonnenschutz bis zu beschattenden Auskragungen in der Fassade. Neben der Architektur sind die Nutzer entscheidend: «Unsere Studie hat gezeigt, dass es auch im Jahr 2060 noch gelingen kann, eine Wohnung kühl zu halten, wenn über Nacht richtig und konsequent gelüftet wird», sagt Settembrini.

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