Mit einem Inserat in den Architekturzeitschriften werk, bauen und wohnen, Tec21 und Hochparterre engagieren sich Architektinnen und Architekten für den geordneten Atomausstieg. Fotos: Katrin Zbinden

Architektinnen und Architekten für den geordneten Atomausstieg

Mit einem Inserat in den Architekturzeitschriften werk, bauen und wohnen, Tec21 und Hochparterre engagieren sich Architektinnen und Architekten für den geordneten Atomausstieg.

Mit einem Inserat in den Architekturzeitschriften werk, bauen und wohnen, Tec21 und Hochparterre engagieren sich Architektinnen und Architekten für den geordneten Atomausstieg, über den die Schweizer Stimmbevölkerung am 27. November 2016 abstimmt. «Architektur soll nicht bedeuten, dass wir uns wie die Avantgarde-Architekten der Moderne als Lehrmeister aufführen, sondern dass wir uns beteiligen am tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel» schreibt werk-Redaktor Tibor Joanelly auf der Webseite. «In diesem Sinn können sich Architekten zu einer mutigen Idee bekennen. Und am 27. November ein JA in die Urne legen.» In der aktuellen Ausgabe von Hochparterre erklärt Chefredaktor Köbi Gantenbein im ‹Lautsprecher›: «Energiesparen als Alternative zum Atomstrom hat die Baukultur geprägt. Der Widerstand gegen die Atomenergie beflügelt auch die Zuversicht, dass sich Energie aus Wasser, Holz und Sonne und ihr kluges Brauchen weiter kräftig entfalten.» Hochparterre hat zudem das Themenheft ‹Alpenstrom› produziert, das zeigt, wie der Ausstieg aus der Atomenergie die Baukultur in den Alpenkantonen beispielhaft verändern wird. 

Kommentare

Manuel Pestalozzi 09.11.2016 09:22
Ich kann nur sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Energieversorgung ist ein komplexes Riesending und Suffizienz à la dure für die Bevölkerung eine unbekannte und unerwünschte Grösse. Ich bin auch für den Atomausstieg, aber aus Idealismus hastig die Reissleine ziehen ohne die Konsequenzen zu kennen - nein danke. Mit dem Argument "Mut" die Verantwortung aushebeln, das ist reiner Populismus und geht nicht.
Tibor Joanelly 09.11.2016 12:56
Bitte ganzen Text lesen, Herr Pestalozzi. Mut ist nicht das Argument. Das Argument ist, dass der Atomausstieg für Entwerfende Chancen bietet und ein Bekenntnis dazu Architekten Gelegenheit gibt, um am gesellschaftlichen Diskurs mitzutun. Apropos Konsequenzen: Natürlich werden wir kurzfristig Strom importieren müssen — alleine, wir können auch bestimmen welchen. http://www.bfe.admin.ch/themen/00612/00614/index.html?lang=de
Katrin Zbinden 09.11.2016 13:55
Und ich finde: Es ist Zeit, um über eine dezentrale Energieproduktion nachzudenken, und das heisst, Stadt und Agglomeration als Energielandschaft zu entwerfen. Bauen ohne Atomkraft ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance – für die Architektur, für die ganze Schweiz.
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