Wie eine Staumauer verschliesst der Neubau den Hof zum Park – und verbindet beides wieder über zwei Öffnungen. Fotos: Istvan Balogh

Schweiz aktuell

Mit der Erweiterung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich kommentieren Christ & Gantenbein die Lage der Nation. Dafür bekommen sie den silbernen Hasen in der Kategorie ‹Architektur›.

Das Projekt polarisierte schon vor seinem Bau. Dem Wettbewerb von 2002, einem Triumph junger Architekturbüros, folgten alte Vorbehalte, Einsprachen und Rekurse: Der Entwurf der Architekten Christ & Gantenbein beeinträchtige den historischen Platzspitzpark, lautete die Hauptkritik. Während Büro und Renommee der Architekten stetig wuchsen, schrumpfte das Projekt. Als die Erweiterung des Schweizerischen Landesmuseums nach drei Jahren Baustelle schliesslich stand, waren 14 Jahre seit dem ersten Entwurf vergangen. Nun polarisiert das Werk weiter, und man kann alle Sorten von Meinungen dazu lesen. Die einen vermissen am Gebauten den juvenilen Witz des Wettbewerbsprojekts, das als typisches architektonisches Kind der Jahrtausendwende mit Noppen, Gauben und Fassadenvariationen eine Sorglosigkeit fast holländischer Qualität ausgestrahlt habe. Die nächsten sehen im schroffen Betonbunker nichts als einen architektonischen Affront, der Gustav Gulls Märchenschloss brachial zu Leibe rücke. Plötzlich lobpreis...
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Mit der Erweiterung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich kommentieren Christ & Gantenbein die Lage der Nation. Dafür bekommen sie den silbernen Hasen in der Kategorie ‹Architektur›.

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