Jakob schreibt über die letzten dreissig Jahre Stadt Zürich.

Letten, Kulturgeschäft und Wohngebirge

Werner Huber hat ein dickes Buch zur Architekturgeschichte der Stadt Zürich herausgegeben. Jakob lud er ein, den Essay zur Stadt- und Architekturgeschichte der letzten dreissig Jahre zu schreiben.

Am Morgen des 14. Februar 1995 spazierte ich von unserem Haus in Wipkingen über die Limmatstrasse zum Hauptbahnhof. Schon vor Jahren hatte eine wichtige urbane Bewegung meinen mir lieberen Weg über den Bahnhof Letten gesperrt. Die Drogenszene wohnte dort. Mein Quartier und sie hatten uns an ein Miteinander gewöhnt. Dazu gehörte, dass wir nicht in ihr Terrain gingen, sie aber in unseres kamen. Meine Hausgenossenschaft Iglu an der Burgstrasse musste stärkere Riegel am einst offenen Haus anbringen – jede Wohnung war regelmässig ungebeten durchstöbert worden. Und nun wurde dieser 14. Februar ein Wendepunkt nicht nur für die kleine Welt unseres Hauses und seines Quartiers, auch die Stadt war danach eine andere: Polizisten räumten zusammen mit Ärztinnen, Krankenpflegern und Sozialarbeiterinnen die Eisenbahnbrache, wohin das Elend drei Jahre zuvor vom Platzspitz vertrieben worden war. Platzspitz und Letten drangen in das Lebensgefühl der Stadt; manche sahen sie gar als deren Spiegelbild. Ihre Hüt...
Letten, Kulturgeschäft und Wohngebirge

Werner Huber hat ein dickes Buch zur Architekturgeschichte der Stadt Zürich herausgegeben. Jakob lud er ein, den Essay zur Stadt- und Architekturgeschichte der letzten dreissig Jahre zu schreiben.

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