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Visualisierung (nightnurse images)
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Die Siebzigerjahre ersetzen

Text: Marcel Bächtiger / 30.01.2018 12:09

Foto: nightnurse images

«Was bedeutet es, einen Teil eines Gebäudeensembles aus den Siebzigerjahren, das heisst der prägenden Nachkriegsmoderne des Bahnhofs Bern zu ersetzen und neu zu bauen?», fragt die Jury in ihrem Fazit zum Wettbewerb für den Neubau des Bubenbergzentrums. «Wie ist diese Aufgabe zu bewältigen in unserer heutigen Zeit, welche sich in einem ganz anderen Verständnis zum Kontext und zur Geschichte der Stadt definiert und einen spezifischen Bezug zu den prägenden historischen Bauten dieses Stadtraums sucht?»
Man könnte es auch banaler formulieren: Soll sich der Neubau am historischen oder am modernen Bern orientieren? Mit der Wahl der Projektes von Büro B fiel die Antwort der Jury eindeutig aus. Prämiert wurde ein Entwurf, der die modernistische Formensprache der Nachbarsgebäude mit nur kleinen Variationen fortschreibt. Die auffälligste Veränderung gegenüber dem heutigen Bestand ist das offene Erdgeschoss, eine stützunfreie Halle, welche sowohl die verschiedenen Verkehrsströme aufnimmt als auch die angrenzenden Stadtbereiche visuell und räumlich verknüpft. Das Projekt, lobt die Jury, schreibe sich selbstverständlich in die städtebauliche Situation ein und biete zwischen den unterschiedlichen Zeitzeugen der (Architektur-)Geschichte eine adäquate und unaufgeregte Lösung. «Noch nicht zu überzeugen» vermochte gleichzeitig die architektonische Ausformulierung der Fassade, welche im weiteren Projektverlauf überarbeitet werden soll. 


Neubau mit Bahnzugang Bubenbergzentrum 10 - 12, Bern

Einstufiger Projektwettbewerb im selektiven Verfahren für die SBB Immobilien

Fachjury: Fritz Schär, Ute Schneider, Doris Wälchli, Andrea Roost, Regula Harder

– 1. Rang: Büro B Architekten, Bern

- 2. Rang: Armon Semadeni Architekten, Zürich

- 3. Rang: Kast Kaeppeli Architekten, Bern

- 4. Rang: Dürig, Zürich

- 5. Rang: Boltshauser Architekten, Zürich

- 6. Rang: mlzd planer, Biel



Ein ausführliche Berichterstattung zum diesem Wettbewerb folgt in hochparterre.wettbewerbe 1/2018 (erscheint am 22. Februar).

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